Basketball Giants bauen auf ihre Heimfestung

Düsseldorf · Die Zweitliga-Basketballer empfangen die kriselnden Gießen 46ers.

 Giants-Trainer Andac Yapicier (r.) mit Craig Lecesne.

Giants-Trainer Andac Yapicier (r.) mit Craig Lecesne.

Foto: Ralph-Derek Schröder

In der Hinrunde war es für die Zweitliga-Basketballer des ART Giants das sechste Spiel. In der Rückrunde beginnt der Tabellen-13. aus Düsseldorf mit der Jagd nach den Punkten gegen die Gießen 46er (19 Uhr, Castello. Dabei gilt es gegen den Tabellensechsten, die 88:116-Niederlage aus dem Hinspiel vergessen zu machen und den zuletzt etwas angekratzten Nimbus des Castellos als Festung wieder aufzupolieren. „Natürlich wollen wir gerade vor unserem heimischen Publikum starke Spiele abliefern“, meint ART-Cheftrainer Andaç Yapicier. „Dafür werden wir an unserem Offensivspiel noch einige Anpassungen vornehmen, um diese Begegnung für uns auch erfolgreich gestalten zu können.“

Die Gelegenheit scheint günstig, befinden sich die Hessen doch in einer veritablen Formkrise. Die letzten drei Meisterschaftspartien verloren sie. Gegen Trier und Jena war es noch verständlich, sind die Teams doch Tabellenzweiter und Spitzenreiter. Vechta hingegen krebst auf Rang 15 herum und ist mit zwölf Zählern punktgleich mit den Giants.

Rebounds sind ein entscheidender Faktor in dem Duell

Also würde den 46ern ein Sieg auch mal wieder gut zu Gesicht stehen. „Wir haben zuletzt bald mehr geredet als trainiert. Wir müssen unsere Defense stabilisieren, sonst können wir uns die Playoffs abschminken“, so wird Gießens Headcoach Branislav „Frenki“ Ignjatovic auf der vereinseigenen Website zitiert. „Zu verlieren ist nie angenehm. Die Jungs waren zuletzt viel zu viel mit sich beschäftigt. Es muss endlich ein Befreiungsschlag her.“

Und der soll eben im Castello gelingen. Allerdings sind die personellen Voraussetzungen für die Hessen nicht die besten. Duane Wilson, Dejan Kovacevic (beide Schulterprobleme) und TreVion Crews (Magen-Darminfekt) konnten zuletzt nicht alle Übungseinheiten mitmachen. Gerade Wilson ist mit seinen durchschnittlich 18,6 Punkten pro Spiel ein Erfolgsgarant der Gießener. Zu denen zählt auch Ex-Nationalspieler Robin Benzing. Der 2,10-Meter-Hüne kann dank seiner Erfahrung ein Spiel lesen, es je nach Bedarf schnell machen oder beruhigen.

Trotz seiner Größe gehört Benzing indes nicht zu den besten Reboundern. Rebounds haben die Giants als einen entscheidenden Faktor für das Duell mit den 46ern ausgemacht. Mit 32,8 Rebounds pro Spiel stellen die Hessen das zweitschwächste Rebound-Team der zweiten Liga, während die Giants mit 40,6 die Statistik anführen. „Unser Fokus wird auch in diesem Spiel darauf liegen, dass wir zu jedem Zeitpunkt unsere erstarkte Defensive aufs Spielfeld bringen“, erläutert Yapicier. „In der Verteidigung sah das in unserem letzten Spiel gegen Münster bereits gut aus. Dennoch haben wir verloren, weil wir in der zweiten Halbzeit offensiv zu viele Chancen liegen gelassen haben.“

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