Wolfgang Lenz (51) zeigt im Neandertal, dass er immer noch schnell ist

Leichtathletik : Nur ein Schweizer läuft Lenz im Neandertal davon

Der 51-Jährige läuft eine halbe Minute schneller als im Vorjahr. Schöne Erfolge für Bahn-Geher.

Nahezu jeder Düsseldorfer weiß, welcher kleine Fluß (nämlich die Düssel) durch das Neandertal fließt — so auch Wolfgang Lenz (Rhein-Marathon). Der 51-Jährige nahm das idyllische Tal nebst umliegende Hügel in Erkrath-Hochdahl ebenso wie 1200 andere Läufer beim 30. Neandertal-Lauf unter seine schnellen Füße. Wolfgang Lenz ist der aktuelle Deutsche Meister im Marathonlauf der Klasse M 50 und will Ende April seinen Titel beim Düsseldorf-Marathon verteidigen.

Die Streckenlänge betrug genau ein Drittel der vollen Marathonstrecke  mit 14,065 Kilometern. Den Lauf gewann der um 20 Jahre jüngere Schweizer Richard Schorlemmer, der Lenz um eine Minute enteilen konnte. Lenz war nach 51:48 Minuten im Ziel zurück, aber um eine halbe Minute schneller als bei seinem zweiten Platz im Vorjahr. „Die Form stimmt also,“ sagte er zufrieden. Bei den Frauen gewann Sabine Duck (Freie Schwimmer). Die 32-jährige Triathletin aus Düsseldorf rannte in 57:33 Minuten zwei Minuten schneller als im Vorjahr und kam in der Gesamtwertung der 600  Läufer des Hauptlaufes als Neunte sogar unter die Top Zehn.

Athleten durften keine NRW-Trikots im Länferkampf tragen

Die bereits beendete Hallensaison der Leichtathleten hatte mit zwei bemerkenswerten Erfolgen für Düsseldorfer noch einen Nachschlag. In Münster gab es nämlich noch einen Länderkampf der U 17 von NRW gegen Belgien und Niederlanden, bei dem die 16-jährige Mona Münster (ART) den Stabhochsprung-Wettkampf mit der Höhe von 3,45 Meter gewann. Die Deutsche Vizemeistern der U 16 des Vorjahrs war im Februar schon 3,60 Meter hoch gesprungen. Den Länder-Vergleich gewannen die Gäste aus den Niederlanden und Belgien hoch vor NRW, das als bunter Haufen in den jeweiligen Vereins-Trikots antrat, derweil Belgier und die Holländer sich in ihren Nationaltrikots präsentieren durften. Dass das Land NRW für seinen Nachwuchs bei einem Ländervergleich nicht mal NRW-Trikots zur Verfügung stellen kann, wurde nicht nur von den Athleten heftigst kritisiert.

Bei den Hallen-Meisterschaften im Bahn-Gehen in der Frankfurter Leichtathletikhalle ließ ART-Trainerin Aina Warnt mit der 14-jährige Ila Elbert (18:31 Min.) und der erst 13-jährigen Miyako Kowalsky (20:27,23 Minuten) nach langem Vorbereitungstraining erstmals zwei Neulinge auf der 3000-Meter-Strecke ran. Ila Ebert kam in ihrem ersten Wettkampf überhaupt schon der U 18-DM-Norm (18:00 Minuten) bis auf 31 Sekunden sehr nahe.