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„Wir müssen vorne gefährlicher werden“

„Wir müssen vorne gefährlicher werden“

Andre Hoffmann möchte eine bessere Balance zwischen Defensive und Offensive. Fortunas Innenverteidiger glaubt, dass sich Regensburg nicht hinten reinstellen wird.

Andre Hoffmann ist Profi genug, um das Thema Rasenqualität im Spiel gegen Fürth von Samstag längst zu den Akten gelegt zu haben. „Das ist abgehakt. Wir nehmen beim nächsten Heimspiel das, was da in der Arena liegt“, sagt Fortunas Abwehrspieler, der sich freut, dass es einen neuen Untergrund in der Arena spätestens zum übernächsten Spiel geben soll. „Ein ordentlicher Rasen wäre uns am vergangenen Samstag wahrscheinlich etwas entgegen gekommen, aber das war nicht der einzige Grund, warum wir nicht gewonnen haben.“ Fortuna habe es insgesamt mit viel Ballbesitz ganz ordentlich gemacht. Aber gerade im letzten Drittel und „in der Box“ habe die Fortuna nicht die Zielstrebigkeit an den Tag gelegt, die nötig gewesen wäre, um die Franken noch stärker in Verlegenheit zu bringen. Zudem hätten die Außen in der Mitte nicht genügend Anspielpartner gefunden, um mit ihren Flanken gefährlicher zu werden. „Wir hatte nur 13 Torschüsse, das ist bei der großen Überlegenheit dann auch nicht so viel“, sagt Hoffmann, der beklagt, dass auch bei elf Ecken nur ein Kopfball von Kaan Ayhan dabei herausgesprungen ist. „Da hat uns der Gegner vorgemacht, wie effizient man dabei sein kann.“

Was Fortuna laut Hoffmann noch finden muss, ist eine bessere Balance zwischen Defensive und Offensive. „Es ist schon wichtig, dass wir hinten gut stehen, aber trotzdem müssen wir vorne gefährlicher werden“, sagt der gebürtige Essener, der nächste Woche seinen 25. Geburtstag feiert. „Es hilft nicht, wenn wir vorne Hurra-Fußball spielen und pressen, aber hinten zu viel zulassen.“ Und andersherum könne Fortuna auch nicht allein gut stehen und „vorne nichts auf die Reihe kriegen“.

Das „Schneckenrennen“ um die Aufstiegsplätze beeindruckt Hoffmann nicht besonders. „Natürlich war es in den vergangenen Spielzeiten oft anders. Dafür gibt es diesmal eine extreme Mitte in der Tabelle“, sagt Hoffmann. „Das ist für uns ein Vorteil. Wenn man ein wenig konstant ist und eine Serie von drei Siegen in Folge startet, kann man sich schon absetzen.“ Der Nachteil sei, dass jedes Spiel sehr eng ist.

Die Begegnung in Regensburg wird laut Hoffmann ein ganz anderes Spiel als das gegen Fürth. Der Gegner werde pressen und mit einem ähnlichen Druck agieren wollen, wie es die Berliner gegen die Fortuna vorgemacht haben. „Wir müssen uns nicht nur anpassen, wie wir es gegen Union nur gemacht haben, sondern mehr zu unserem Spiel finden“, sagt Fortunas Innenverteidiger. „Aber auswärts haben wir uns ja meist gut verkauft.“