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Wintersport: Skiklub kann auch ohne Schnee leben

Wintersport: Skiklub kann auch ohne Schnee leben

500 Mitglieder schätzen die Vielfalt des 101-jährigen Vereins.

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p class="text">Düsseldorf. Wenn Flachländer bei Skirennen antreten, haben sie gegen Konkurrenten aus bergischen Regionen wie dem Sauerland oder den Alpenraum kaum eine Chance. Als ältester Ski-Klub Nordrhein-Westfalens ist der Skiklub Düsseldorfvon 1906 einmal angetreten, um dies zu ändern. Doch das war weit vor der Einführung des Ski-Weltcups und dem Klimawandel, der vergessen gemacht hat, wie Düsseldorf unter einer weißen Pracht aussieht. Dennoch trägt der Ski-Klub zurecht einen sehr guten Namen, der über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. "Die Zahl unserer Mitglieder liegt immer noch stabil um die 500", erklärt Manfred Uellner. Der Sprecher des Vereins, der sich natürlich an diesem Wochenende am Rande der Ski-Langlauf-Weltcup-Strecke mit einem größeren Stand präsentiert, weiß, dass es hierzulande schwer ist, die Jugend für den Skisport zu gewinnen. "Doch wir haben genügend Angebote, die auch für den Nachwuchs interessant sind, wie zum Beispiel unsere Mountain-Bike Gruppe. Und auch das Fahren auf Inline Skiern wird immer attraktiver."

Ein Klub, der ohne Leistungssport und Eifersüchteleien auskommt

Die Schwerpunkte des Ski-Klubs liegen aber vor allem im Ausdauer- und Gymnastik-Bereich. Der vom SKD organisierte Grafenberger Waldlauf zählt noch unter dem Namen "Aaper Waldlauf" zu den bekanntesten Laufveranstaltungen der näheren Umgebung. "Vielleicht haben wir auch deshalb ein so gutes Klubleben, weil es bei uns keinen reinen Leistungssport gibt", erklärt Uellner, der bereits vor 55 Jahren dem Klub beitrat, danach allerdings eine längere Auszeit nahm. Ein Klubmeister gibt es nämlich nicht, obwohl der Verein in Alt Astenberg (Sauerland) lange über eine eigene Skischule verfügte und im benachbarten Bödefeld im vergangenen Jahr einen Riesenslalom mit insgesamt 80 Läufern ausgerichtet hat.

"Was uns mal wieder vorschwebt, ist im Sauerland einen Düsseldorfer Ski-Stadtmeister zu ermitteln", so Uellner, der vom Weltcup-Auftakt der Langläufer am Rhein ganz und gar begeistert ist. "Um diese Riesen-Show beneiden uns viele Städte. Aber es ist mit dieser herrlichen Kulisse ja auch viel schöner, als am Staufenplatz im Kreis zu laufen."