Wikinger-Weihnacht auf dem Spielfeld

Wikinger-Weihnacht auf dem Spielfeld

Heute und Dienstag wird gespielt.

Es wird für die Zweitliga-Handballer des HC Rhein Vikings alles andere als ein besinnliches und ruhiges Weihnachtsfest. Heute Abend (20 Uhr/Castello) steht der erste Härtetest gegen den Dritten der Tabelle, den VfL Lübeck-Schwartau, auf dem Programm. Doch die Spielplanmacher haben es noch schlimmer gemacht. Am zweiten Weihnachtstag kommt die SG BBM Bietigheim ins Castello. Das ist der Tabellenzweite und unter normalen Umständen von den Wikingern aus Neuss und Düsseldorf kaum zu bezwingen.

„Für unsere ausländischen Spieler ist das echt ein Problem“, sagt Vikings-Trainer Ceven Klatt. Mikkel Moldrup etwa reist am Samstag nach Dänemark und ist zum Training am ersten Weihnachtstag wieder in Düsseldorf. Die Kroaten Vladimir Bozic und Teo Coric fahren erst gar nicht in die Heimat, wo Weihnachten noch größer gefeiert wird. Die Beiden werden von der Familie von Vikings-Kapitän Bennet Johnen „aufgenommen“ und müssen Heiligabend nicht alleine verbringen.

Die volle Ausbeute von vier Punkte sind bei den Gastgebern an diesem Doppelspiel-Weihnachtswochenende gegen die beiden favorisierten Gegner nicht fest eingeplant. „Von der Papierform sind die Rollen klar verteilt“, meint Trainer Klatt. „Aber wir werden mit extremem Engagement unseren Fans zeigen, dass wir die Punkte nicht kampflos abgeben werden.“ Leicht wird das nicht, denn die Personalsituation wird sich wohl erst nach der Winterpause vollends entspannen. Die Rückraumspieler Alexander Oelze und Daniel Pankofer sind weiterhin verletzt, Miladin Kozlina sowie Christian Hoße (umgeknickt) werden, wenn überhaupt, nur eingeschränkt einsatzfähig sein.

„Wir werden uns etwas einfallen lassen, um den Gegner zu überraschen“, sagt Daniel Pankofer, der früher selbst für Lübeck gespielt hat. „Aber der körperlich starke Gegner hat in Dennis Klockmann den vielleicht besten Keeper der Liga und einen wurfgewaltigen Rückraum.“ Gegen einen stimmgewaltigen Anhang im Castello könnte auch dieser Gegner Probleme bekommen. „Wir hoffen auf große Unterstützung“, sagt Vikings-Geschäftsführer René Witte und meint damit über 1000 Fans.