Warum Handball doch in Düsseldorf funktioniert

Handball : Warum Handball in Düsseldorf doch funktioniert

Das Spiel des Bergischen HC und der SG Flensburg-Handewitt hat Handball-Begeisterung in Düsseldorf ausgelöst. Doch der Erfolg ist nicht auf Düsseldorfer Mannschaften übertragbar – wie das Vikings-Projekt gezeigt hat.

Unter dem mit großen Hoffnungen begleiteten Handball-Projekt der Vikings ist ein dicker Haken. Das „Konstrukt“ ist wieder in der 3. Liga und nach Neuss entschwunden. Da war deutlich mehr drin, aber die Chancen wurden sowohl von den Machern der Wikinger als auch von der Stadt vergeben. Weil das Teamwork nicht funktionierte und wohl auch an verletzten Eitelkeiten auf beiden Seiten scheiterte.

Handball funktioniert aber doch in Düsseldorf. Nämlich dann, wenn es mit Spitzen-Sport zu tun hat, gehobenes internationales Niveau mit Länderspielen oder nationales Niveau mit dem Supercup oder den Entscheidungen um Meisterschaft oder Europapokal-Einzug verspricht. Und wenn Fans auch weiteres „Anreisen“ in Kauf nehmen. Mit einer eigenen Düsseldorfer Handball-Mannschaft teuren Hallenraum zu nutzen, ist eine Utopie. Ab und zu große Spiele in die Stadt zu holen, wird funktionieren. Man kann jetzt nur hoffen, dass Drittliga-Basketball in Düsseldorf bestehen kann.

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