Vorschau für das Amateur-Fußball-Wochenende

Fußball-Landesliga : Nounouh übernimmt beim MSV Düsseldorf

Ex-Spieler der Fortuna war  der Wunschkandidat. Rath will Kader verändern.

Mit einer kleinen Überraschung endete zu Wochenbeginn die Trainersuche beim Fußball-Landesligisten MSV Düsseldorf. Als Nachfolger des kürzlich zurückgetretenen Mohamed Elmimouni präsentierte der Fusionsverein nun Hassan Nounouh. „Er war von Beginn an unser Wunschkandidat", erklärt der sportliche Leiter Mounir Bouhou. Dabei erfüllt Nounouh das zuvor erstellte Anforderungsprofil nicht zu 100 Prozent. Zwar ist der ehemalige Oberligaspieler der Fortuna im Umfeld bestens bekannt und mit den Vereinsstrukturen gut vertraut. Doch die ebenfalls gewünschte Erfahrung bringt der Mann mit marokkanischen Wurzeln als Trainer nicht wirklich mit. Nur in der Saison 2012/2013 agierte Nounouh für einige Monate als Spielertrainer für den damals in der Bezirksliga spielenden Vorgängerklub MSV Hillal.

Doch die Zeit genügte, um bei den Entscheidungsträgern um Mounir Bouhou positiv in Erinnerung zu bleiben. „Die Jungs, die damals mit ihm und unter ihm  trainiert haben, waren sehr angetan von seiner Arbeit. Hassan ist ein Motivator und hat Lust, unsere jungen Spieler weiter zu entwickeln", sagt Bouhou.

Tabellen-Vorletzter DSC steht vor Herkules-Aufgabe

Seine Premiere feiert der neue Coach am Sonntag in Amern. Zu Nounouhs Ex-Teamkollegen bei der TuRU und beim SC Flingern gehörte zu Aktivenzeiten auch Andreas Kusel. Der Trainer des Rather SV schuftet derzeit am nächsten Trainerschein und musste die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den 1. FC Mönchengladbach seinem Assistenten „Hotte" Wessnig überlassen. Auch wenn sich der RSV mit vier Siegen in Folge schon bis auf  Tabellenplatz sechs vorgearbeitet hat, ist der Blick laut Kusel weiter „ausschließlich nach unten gerichtet". Damit die Mannschaft in der Rückrunde auch besser aus den Startlöchern kommt als das im Sommer der Fall war, will Kusel in der Winterpause ein paar Stellschrauben im Kader justieren. „Wir müssen uns von zwei bis drei Spielern trennen und werden uns im Gegenzug noch einmal gezielt verstärken."

Über das Thema „Verstärkungen" wird ganz sicher auch beim DSC 99 in diesen Tagen diskutiert. Zwar werden Trainer Andreas Billetter und seinem Team Wille und Engagement nicht abgesprochen. Doch 13 Spiele in Serie ohne Sieg und der Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz belegen, dass es in dieser Konstellation Mängel gibt. Der Oberliga-Absteiger muss fürchten, in die Bezirksliga durchgereicht zu werden. Beim starken Aufsteiger TVD Velbert steht der "Club" nun vor einer Herkulesaufgabe.

Mehr von Westdeutsche Zeitung