Vorhang auf für Millowitsch — der läuft gegen Schäng

Vorhang auf für Millowitsch — der läuft gegen Schäng

Deutschlands Klassesprinter gegen internationale Topstuten. Spannende Galopprennen warten am Sonntag auf die Besucher auf der Rennbahn am Grafenberg.

Die internationale Note bei den Galopprennen auf dem Grafenberg am Sonntag (Einlaß: ab 11.30 Uhr; 1. Start 13.45 Uhr) kann interessanter nicht sein. Die französische Stute Vernie unter Jockey Stephane Breux für Chantilly-Trainer Francis-Henri Graffard und die englischen Stute Clearwater von Trainer Michael Wigham aus Newmarket unter der schottischen Jockette Nicola Currie fordern die deutsche Sprintelite im Düsseldorfer Fliegerpreis heraus. Publikumsliebling Millowitsch (Andreas Helfenbein) oder Schäng (Michael Cadeddu) gegen Aufsteiger wie Waldpfad (Eduardo Pedroza) und internationale Gästen kämpfen um die 25 000 Euro Preisgeld. Spannung ist also garantiert an einem ereignisreichen Nachmittag, bei dem gleich zwei sportliche Höhepunkte die Besucher erwarten. Beide Hauptrennen des Tages führen über die 1400-Meter-Distanz. Im BBAG-Auktionsrennen, dem Großen Preis des Porsche-Zentrums Düsseldorf, dem sechsten, dotiert mit insgesamt 52 000 Euro Preisgeld, hofft Mitbesitzer Christoph Holschbach aus Düsseldorf auf seinen jungen Hengst Django Freeman mit Jockey Rene Piechulek im Sattel. Der bei seinem Debüt in München bereits siegreiche Nachwuchsgalopper gilt bei den Experten als Favorit. Zu achten hat der vom Kölner Trainer Henk Grewe vorbereitete Zweijährige auf das Dreifachaufgebot (Accon, Nubbel, Sibelius) vom amtierenden deutschen Championtrainer Markus Klug (Rath-Heumar). Stalljockey Adrie de Vries hat sich für Sibelius entschieden.

Den Favorit auf den Zahn fühlen möchte aber auch Stall Grafenbergs Sarino (Trainer Waldemar Hickst, Köln), dem bereits ein guter Ruf vorauseilt. Rennbahn-„Vize“ und Mitbesitzer Albrecht Wöste und seine Mitstreiter rechnen sich ebenfalls einiges aus, zumal im Italiener Marco Casamento ein Jockey mit Form im Sattel sitzt. Natürlich wird dem wettinteressierten Publikum auch wieder eine Viererwette im vierten Rennen mit garantierter Gewinnausschüttung von 10 000 Euro angeboten.

82 Pferde kommen in neun Prüfungen an den Start. Mit neun Startern aus heimischen Quartieren greifen auch die Grafenberg-Trainer Sascha Smrczek (7), Ralf Rohne (1) und Ertürk Kurdu (1) ins Geschehen ein. Letztgenannter stellt mit Melody d’Amour eine Schwester der Düsseldorfer Top-Stute Come on City erstmals dem heimischen Publikum vor. Der Holländer Adrie de Vries sitzt im Sattel.

Mehr von Westdeutsche Zeitung