VfL Benrath übt sich vor dem Derby in Selbstkritik

VfL Benrath übt sich vor dem Derby in Selbstkritik

Der Vorletzte erwartet den selbstbewussten MSV. Rather SV strebt den vierten Erfolg in Serie an.

Wenn Selbstkritik der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung ist, dann befindet sich der „Patient“ VfL Benrath im Heilungsprozess. Beim Tabellenvorletzten der Fußball-Landesliga suchen die Spieler die Fehler während der anhaltenden Talfahrt auf wohltuende Art und Weise zunächst bei sich selbst. „Ich bin mit meiner eigenen Leistung nicht zufrieden. Ich weiß, dass ich mehr kann. Neben Ausbildung und Umzug kam der Fußball bei mir zuletzt leider etwas kurz“, sagt Yannick Krohn.

Der 24-Jährige gehört zu den unverzichtbaren Größen im Team von Trainer Frank Stoffels und damit auch den zu den großen Hoffnungsträgern in sportlich schwierigen Zeiten. Dass Krohn selbst trotz bereits acht Zählern Rückstand auf den ersten sicheren Nicht-Abstiegsplatz weiter an den Klassenerhalt glaubt, ist für den VfL ein bedeutendes Signal. „Wir werden, solange es rechnerisch möglich ist, alles dafür unternehmen, die Klasse zu halten“, sagt der torgefährliche Mittelfeldspieler, der sich einfach nicht erklären kann, warum seine Mitspieler und er die guten Trainingsleistungen nicht in den Wettkampf transportieren können. „Wir haben, was die Qualität der Einzelspieler angeht, immer noch ein gutes Team beisammen. Aber wenn es um Punkte geht, sind wir irgendwie blockiert“, sagt Krohn.

Der ehemalige Jugendspieler des FC Schalke 04 hofft nun, im Derby gegen den MSV Düsseldorf am Sonntag die dringend benötigte Erfolgsserie zu starten und somit schnell den Kontakt zum rettenden Ufer herzustellen. Auf Seiten des Gegners wird man da ganz bestimmt etwas dagegen haben. Nach zwei Siegen in Folge ist es um das Selbstvertrauen des Aufsteigers wieder bestens bestellt. „Es ist schön zu sehen, wie die Mannschaft derzeit für den Erfolg arbeitet“, sagt Mohamed Elmimouni. Es scheint, als habe der der MSV-Coach sein Team nun richtig ausbalanciert. Der Neuling lässt hinten wenig zu und ist vorne dank der Individualisten wie Pascal Thomassen oder Jaouad Jaha immer für ein Tor gut.

Vielleicht noch einen Tick besser in Schuss ist aktuell der Rather SV, der das direkte Duell gegen den MSV vor wenigen Wochen mit 2:0 für sich entschied. Gegen den VSF Amern strebt die Elf von Andreas Kusel am Sonntag ihren vierten Sieg in Folge an.

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