Verteidiger wurde zum besten Spieler der DEL gewählt

Düsseldorfer EG : DEG: Bernhard Ebner ist Spieler des Monats

Eishockey Der 28 Jahre alte Verteidiger erhält die Auszeichnung für den Monat September.

Profisportler stehen ständig im Fokus. Auf dem Spielfeld genauso wie abseits davon, wenn sie Interviews geben oder bei öffentlichen Terminen auftreten. Bei Eishockeyspielern geschieht dies im Vergleich zu Fußballern gewiss in einer anderen Häufigkeit. Manch einer genießt das Scheinwerferlicht, für manche ist es einfach ein Teil ihres Jobs, den sie routiniert absolvieren. Einer, der den auf ihn gerichteten Fokus überhaupt nicht mag, ist Bernhard Ebner. Der 28 Jahre alte Verteidiger der Düsseldorfer EG war zu Beginn der neuen Saison in der Deutschen Eishockey Liga Topscorer seiner Mannschaft und musste den dafür neu geschaffenen Helm tragen, mit dem der erfolgreichste Punktesammler eines Teams zu identifizieren ist. Ob er sich darauf freue, wurde der Nationalspieler gefragt. „Nein“, antwortete Ebner in seiner typischen Manier. Klar, direkt, schnörkellos.

Genau so ist der neben Manuel Strodel dienstälteste DEG-Profi aber im Monat September zum DEL-Spieler des Monats geworden. Mit klarem, direktem und schnörkellosem Auftreten auf dem Eis. Bei der von der Liga und dem Fachmagazin Eishockey News durchgeführten Wahl setzte er sich gegen die vier Stürmer Jamie MacQueen (Berlin), Jacob Berglund (Krefeld), Anthony Camara (Iserlohn) und Fabio Pfohl (Köln) durch.

Mit zwei Toren und sechs Vorlagen bei den sechs Siegen im September war Ebner entscheidend am besten Düsseldorfer Saisonstart in der nun 25-jährigen Geschichte der Deutschen Eishockey Liga beteiligt, der die DEG an die Tabellenspitze beförderte. „Ich bin Teil der Mannschaft und Eishockey ist ein Mannschaftssport. Da brauche ich diesen Helm nicht“, sagte Ebner beinahe ein wenig grantig. Inzwischen ist er das „Schmuckstück“ wieder los.

Anstelle eines Helms gibt es für den Spieler des Monats eine Uhr

Der Verteidiger, der seit 2012 für die DEG aufläuft, ist das Musterbeispiel für das, was vom Trainergespann Harold Kreis/Tobias Abstreiter vor der Saison von den Abwehrspielern gefordert wurde: Mehr offensive Produktion. Und Ebner liefert. Aktuell steht er bei neun Scorerpunkten, Nebenmann McKiernan sogar bei deren zehn.

Viel Aufhebens wird Ebner um die Auszeichnung zum Spieler des Monats vermutlich nicht machen. Sicher ist, dass er nicht wieder einen speziellen Helm tragen muss. Vielleicht aber legt er künftig in seiner Freizeit jene Uhr um sein Handgelenk, die ihm dazu überreicht wird. Im Vorfeld fragte Ebner bereits nach, ob die Übergabe öffentlichkeitswirksam gemacht werden müsse. Große Liebe zum Scheinwerferlicht sieht wirklich anders aus.