Überraschungsgast aus Kenia gewinnt auf der Kö

Überraschungsgast aus Kenia gewinnt auf der Kö

Kö-Lauf: Stanley Salil gewinnt den Hauptlauf. 4000 Läufer gehen in Düsseldorf an den Start. Julian Ziob wird über die Meile Siebter.

Düsseldorf. Die "Kö" war am Sonntag wieder eine große Lauf-Arena. Über 4000 Läufer hatten sich auf den zwei Kilometer langen Rundkurs gemacht, und ein Großteil von ihnen ließ sich nicht einmal von einem heftigen Regenguss stoppen. Im Mittelpunkt stand auch wieder der Hauptlauf über zehn Kilometer, in diesem Jahr zur Erinnerung an den Erfinder des Kö-laufes, Joachim Erwin, der im Mai verstorben war.

Dieser Lauf hatte noch eine Besonderheit, standen doch noch völlig unerwartet sechs weitere Kenianier auf der Matte, die eigentlich in Tübingen hätten laufen sollen, sich aber im Datum vertan hatten und daher nach Düsseldorf ausgewichen waren. Einer der "Unbekannten", der 22-jährige Stanley Salil gewann dann auch in ganz schön flotten 28:55 Minuten vor dem Team-Kollegen Joseph Kimisi (29:00). Auf Rang drei war mit Stephen Rogat (Tansania) ein weiterer Überraschungsgast vor dem Ukrainer Vitalij Rybak (29:15), der mächtig über den Titel "schnellster Europäer" in 29:15 Minuten jubelte.

Als schnellster Deutscher erreichte der Wattenscheider Alexander Lubina als Fünfter das Ziel (29:51). Den Titel des besten Düsseldorfer sicherte sich diesmal Alexander Goßmann (32:26/SFD 75), der zwei Kilometer vor Schluss auch Karsten Eich (Rhein-Marathon/33:02) überholte, der es zunächst nicht "locker genug" hatte angehen lassen und schließlich als 14. das Ziel erreichte.

Bei den Frauen liefen auch zwei Afrikanerinnen vornweg. Die 22-jährige Pauline Njery (Kenia) gewann in 33:04 Minuten vor Alice Mogire (Kenia/33:11). Die Olympia-Marathonläuferin Melanie Kraus (Leverkusen) erreichte das Ziel in 33:17 Minuten als Dritte.

Düsseldorfs bester Nachwuchslangstreckler Julian Ziob (SFD 75) trat zur "Kö-Meile" über 1,6 km, an, wo er als Siebter (4:29 Minuten) hinter dem Sieger (Falko Zauber/4:11 Minuten) keine schlechte Figur machte. Der 19-Jährige wollte sich in diesem Jahr noch nicht eine Woche vor den Deutschen Straßenlauf-Meisterschaften in Karlsruhe antun. Fabian Fiege (ART/17 Jahre) war im Zehn-Kilometer-Hauptlauf überfordert und gab nach acht Kilometern entnervt auf. Das hohe Tempo hatte ihn sichtlich zermürbt.

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