TuSA Düsseldorf feiert den ersten Sieg in der Niederrheinliga​

Frauenfußball : TuSA feiert den Premieren-Sieg

Das Tba-Team holt den ersten "Dreier" in der Niederrheinliga. Der CfR Links spielt erneut nur unentschieden.

Am dritten Spieltag der Frauen-Fußball-Niederrheinliga hat es Aufsteiger TuSA Düsseldorf so richtig krachen lassen. Das Team von Trainer Younes Tba gewann gegen den SV Hemmerden mit 5:0 (3:0), feierte so seinen Premieren-Sieg in Liga vier und betrieb mächtige Widergutmachung für das schmachvolle 2:8 bei Mitaufsteiger Viktoria Winnekendonk vor einer Woche. Schon nach sechs Minuten durften die 40 Zuschauer auf dem Sportplatz an der Fleher Straße jubeln, Rabia Beken gelang die Führung. Die TuSA blieb spielbestimmend und erhöhte durch Yasmina El-Gars in der 30. Minute auf 2:0.

Die klar unterlegenen Gäste aus Grevenbroich wollten sich in der Kabine neu sammeln, Anja Kreienfeld aber machte diesem Vorhaben durch ihr 3:0 mit dem Pausenpfiff einen Strich durch die Rechnung. Dem jugendlichen Elan der TuSA hatte die mit im Schnitt knapp 30 Jahren älteste Mannschaft der Liga auch in der zweiten Halbzeit nichts entgegenzusetzen. Der mehr als sieben Jahre jüngere TuSA-Kader erhöhte durch Treffer von El-Gars (83.) sowie Paula Wionzek (90.) auf 5:0. Für die Fleherinnen scheint die Chance, zum Klassenerhalt zwei Teams hinter sich zu lassen, durchaus vorhanden zu sein. Zumal der SV Hemmerden schon vor einer Woche mit dem 0:6 beim CfR Links große Schwächen offenbarte.

CfR Links schaltet zu früh
in den Feier-Modus

Den Schwung aus diesem Erfolg konnte das Team von Trainerin Elisa Wilson allerdings nicht mit in die Partie beim SV Walbeck nehmen. In einer ruppigen Auseinandersetzung musste sich der CfR Links im Gelderland mit einem 2:2 (1:0) zufrieden geben. Es war im dritten Saison-Spiel das zweite Unentschieden für den CfR. „Ich muss bemängeln, dass sich mein Team von der Walbecker Zweikampfstärke zu sehr hat beeindrucken lassen und deshalb nicht sein eigenes Spiel gemacht hat“, sagte Elisa Wilson.

So übten die bis dahin punktlosen Gastgeberinnen in der ersten halben Stunde viel Druck auf den Kasten von Aushilfstorfrau Jenny Schmermbeck aus. Quasi aus dem Nichts aber erzielte Patricija Parlov mit einem Weitschuss in der 43. Minute das 1:0 für den CfR. Eigentlich ein psychologisch günstiger Zeitpunkt, und so schien nach dem 2:0 von Catharina Makosch (61.) der Sieg dann auch eingetütet zu sein. Klarer Fall von Denkste, Walbeck verkürzte nur vier Minuten später durch Lena Jansen.

Die Rot-Schwarzen gerieten unter Druck und mussten schließlich durch Carina Drewes (82.) tatsächlich den Ausgleich schlucken. „Ein Sieg wäre auch nicht verdient gewesen“, sagte Wilson. Ihre Mannschaft war einfach zu früh mit den Gedanken bereits bei der abendlichen Feier zum 100-jährigen Vereinsbestehen gewesen.

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