TuS Nord bleibt vorne in der Rollhockey-Bundesliga

Rollhockey Bundesliga : TuS Nord behält Ruhe und Punkte

Rollhockey Bundesligist gewinnt auch das vierte Ligaspiel der Saison. Beim 6:3 gegen Calenberg lassen sich die Unterrather von der Gangart der Gäste nicht provozieren.

Robbie van Dooren reagierte überrascht, als er nach dem Spiel darauf angesprochen wurde, dass seine Mannschaft beim 6:3 (2:2) gegen den SC Bison Calenberg sechs verschiedene Torschützen hatte. „Ist das tatsächlich so“, fragte der Trainer des Rollhockey-Bundesligisten TuS Nord. „In der vergangenen Saison hing in der Offensive viel an Diogo Carrilho und Tarek Abdalla. Wenn einer nicht getroffen hat, dann hat keiner mehr getroffen. Aber in diesem Jahr merkt man, dass alle Tore erzielen können.“

 So sehr sich der Niederländer über die Ausgeglichenheit seines Teams in der Offensive freute, so erleichtert war er zugleich über den vierten Sieg in der vierten Begegnung der noch jungen Bundesliga-Saison. Denn bis zur Pause tat sich der TuS Nord gegen sehr defensiv eingestellte Gäste schwer. Andreas Paczia (2.) hatte die Grün-Weißen schnell in Führung geschossen, doch oft suchten die Unterrather vergeblich nach der Lücke in der mit einer Raute agierenden Abwehr des Tabellenletzten.

 Wenn der SC über Konter den Weg nach vorne suchte, wurde es aber stets und schnell gefährlich. Dem Ausgleich durch Leif Johansson (12.) folgte ein Lattentreffer von Nationalspieler Milan Brandt (18.). Kurz vor der Pause war es aber wieder der TuS, der jubeln durfte. Davy van Willigen (23.) zeichnete für das 2:1 verantwortlich. Doch kurz drauf ermöglichte ein Fehler von Jonas Pink Calenberg eine Zwei-auf-Eins-Situation, die Rico van den Dungen (24.) zum 2:2 nutzte.

 „In der ersten Hälfte war unser Tempo viel zu langsam. Ich habe in der Pause gesagt, dass wir schneller spielen müssen. Dann ergeben sich Löcher in der Abwehr. Und das hat zum Glück funktioniert“, erklärte van Dooren. Diogo Carrilho und Daniel Kutscha per Penalty schossen den TuS mit einem Doppelschlag (30.) zum 4:2. Nun wurde die Begegnung ruppig. Die Calenberger diskutierten mit den Schiedsrichtern, spielten phasenweise unsauber und provozierten. Negativer Höhepunkt war eine „Rudelbildung“, bei der SC-Topspieler Brandt kurz davor war, die Sportlichkeit vollends zu den Akten zu legen, als er Daniel Kutscha attackierte.

 Nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt hatten, verkürzte Brandt mit einem Penalty (35.) auf 3:4, doch Tobias Paczia (37.) und Jonas Pink (44.) sorgten für die Entscheidung zugunsten des TuS Nord.

Unterrather Damen brechen
nach der Pause ein 

Die vierte Niederlage in Folge mussten im Anschluss an die Partie der Herren die Damen des TuS hinnehmen. Gegen Calenberg stand nach 50 Spielminuten ein 3:7 auf der Anzeigetafel. Dabei hatte die Mannschaft von Trainerin Daniela Paczia dank Treffern von Maya Tolk (5.) und Jenny Delgado (10.) zur Pause noch mit 2:1 geführt. Doch danach lief bei den Düsseldorferinnen nicht mehr viel zusammen. Marie-Christine Rittler (43.) ließ mit ihrem 3:4 noch einmal Hoffnung aufkommen, doch Calenberg gewann am Ende deutlich.

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