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TuRUs Trainer Carrasco fordert Geduld für die neue Saison ein

Fußball-Oberliga : „Unsere Entwicklung braucht Zeit“

Und wieder gibt es ein Umbruch beim Oberligisten TuRU 1880.

Nachdem sie den Lokalrivalen SC West am letzten Spieltag der vergangenen Saison mit einem 3:1-Derbysieg höchstpersönlich in die Fußball-Landesliga geschossen hat, ist die TuRU nun einziger „echter“ Düsseldorfer Oberligist. Vor dem Saisonauftaktspiel am Samstag bei Aufsteiger Sportfreunde Niederwenigern bewerten wir die Situation bei den Oberbilkern.

Trainer: War es in der Vergangenheit meist so, dass bei der TuRU Trainer früher oder später gehen mussten, so war es am Ende der vergangenen Spielzeit Samir Sisic, der das Amt aus persönlichen Gründen freiwillig niederlegte. Sein Nachfolger ist Francisco Carrasco, der das namhafte Ensemble der Sportfreunde Baumberg in der vergangenen Spielzeit auf Rang zwei führte. Bei der TuRU muss der Spanier nun zeigen, dass er mit weniger zur Verfügung stehender individueller Qualität eine gute Mannschaft formen kann. „Die Mannschaft hat in der letzten Saison erst spät den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht. natürlich wollen wir schnell in sichere Gefilde. Aber die Entwicklung braucht auch Zeit“, bitte Carrasco um Geduld.

Mannschaft: Relativ klein, aber fein war die Zahl der Abgänge im Sommer. Besonders schmerzen die Wechsel der langjährigen Nummer eins Björn Nowicki (1. FC Monheim), von Mittelfeldspieler Taoufiq Naciri (TSV Meerbusch) und von Torjäger Jacup Przybylko (Berliner AK). Naciri und Przybylko waren im vergangenen Spieljahr zusammen für 20 Tore verantwortlich. Für Torgefahr sollen künftig vor allem der von der SSVG Velbert gekommene Ali Aydin und der Japaner Tsukasa Yakumaru sorgen. Für Letzteren fehlte bislang allerdings noch die Spielberechtigung. Im Tor will derweil Maksimilijan Milovanovic die Tradition guter TuRU-Schlussmänner fortsetzen. Im Pokal avanvcierte der 22-Jährige gleich schon einmal mit einer starken Leistung zum Sieggaranten. Das sollte Selbstvertrauen geben.

Vorbereitung: Dass die Ergebnisse in den Testspielen nicht durchweg positiv waren, sollte man nicht überbewerten, zumal wichtige Stützen wie Toni Munoz oder Ali Aydin bisher auch nicht das komplette Programm absolvieren konnten. Bei der nur mit Glück siegreich gestalteten Generalprobe im Niederrheinpokal gegen den SC West wurde aber offenkundig, dass Francisco Carrasco und seine Schützlinge noch eine Menge Arbeit vor sich haben. Der Landesligist wirkte insgesamt strukturierter und gefährlicher als die TuRU.

Saisonausblick:  Die TuRU hat im Sommer einige Leistungsträger verloren. Im Gegenzug kam mit Ali Aydin ein gestandener Oberligaakteur, Die restlichen Neuzugänge spielten in der Liga zuletzt eher Nebenrollen oder betreten Oberliga-Neuland. Es wird sich noch zeigen müssen, ob die Qualitätsverluste aufgefangen werden konnten. In einer stärker scheinenden Liga geht es wieder nur um den Ligaverbleib.