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Turu wartet weiter auf das erste Tor

Fußball : Turu landet im Tabellenkeller

Nach der dritten Niederlage im dritten Spiel befinden sich die Oberliga-Fußballer im Tabellenkeller.

Turu 80 - T. St. Tönis 0:1. (mjo) Schlechter konnte der Saisonstart für Turu 80 wirklich nicht sein: Drei Spiele, drei Niederlagen, kein Tor geschossen. Und die Bilanz könnte noch schlimmer werden, denn die Oberbilker gastieren am Mittwoch beim Ortsrivalen Ratingen 04/19. Nach dem 0:1 gegen Teutonia waren sich die Besucher im Oberbilker Stadion einig: Der Sieg des Neulings war verdient. Besonders in der zweiten Halbzeit war das Gäste-Team von Trainer Bekim Kastrati läuferisch der Turu deutlich überlegen und erspielte sich eine Reihe von guten Tormöglichkeiten. Hätte Torhüter Johannes Kultscher nicht überragend gehalten, wäre die Niederlage noch höher ausgefallen. Mindestens vier Hundertprozentige vereitelte der aus Monheim zur Turu gewechselte Schlussmann. Beim spielentscheidenden einzigen Treffer war er machtlos. Der aus seiner Zeit beim damaligen Liga-Konkurrenten VfR Fischeln bekannte Kevin Breuer setzte einen Schuss aus 20 Metern genau in den Winkel des Turu-Tores (78.).

Den Torschrei hatten die zahlreich mitgereisten Anhänger des Aufsteigers schon nach einer halben Stunde auf den Lippen gehabt. Da war Brian Drubel in der eigenen Hälfte zu einem Sprint mit dem Ball am Fuß Richtung Turu-Tor aufgebrochen, hatte drei Gegenspieler einfach stehengelassen, aber dann den Ball in guter Position verstolpert. Sehenswert war auch eine andere Aktion der Teutonia. In der 41. Minute gab es Gelb für Turus Kaptän Saban Ferati und einen Freistoß aus aussichtsreicher Position. St. Tönis war mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und schoss den Freistoß absichtlich direkt ins Toraus.

 
Jahn Hiesfeld - SC West 1:2. (deha) Aufsteiger SC West feierte seinen zweiten Saisonsieg. Das Team von Trainer Marcel Bastians setzte sich in einer hart umkämpften Partie mit 2:1 beim TV Jahn-Hiesfeld durch. Dabei mussten die Oberkasseler mit Andrej Hildenberg, Marcel Ewertz, Marvin Commodore und Janos Kömmerling, der sich unmittelbar vor der Partie eine Zerrung zuzog, gleich auf eine ganze Reihe wichtiger Akteure verzichten. Der Beginn der Partie gestaltete sich für das Team daher auch schwer. Der SC West musste läuferisch und kämpferisch alles geben, um dem Druck der Hausherren standzuhalten. Dies führte zunächst dazu, dass sich beide Teams in zahlreichen Zweikämpfen aufrieben und kaum ein Spielfluss zustande kam. Dennoch gelang es der engagiert auftretenden Bastians-Elf, in der ersten Spielhälfte im entscheidenden Moment hellwach zu sein. So schaltete Daud Gergery in der 27. Mintue nach einem Ball in die Spitze am schnellsten und überwand Hiesfelds Keeper Kenneth Christopher Hersey gekonnt. Kurz vor der Pause hatte der SC West dann aber auch großes Glück, dass das Schiedsrichter-Gespann um Referee Jan Oberdörster einen nur vermeintlichen Abseitstreffer der Hausherren fälschlicherweise annullierte. Die Führung der Bastians-Elf sollte nach der Pause trotzdem nicht allzu lange halten. Denn in der 51. Minute brachte ein direkt verwandelter Freistoß von Hiesfelds Nicolai Pakowski die Hausherren wieder auf Augenhöhe, nachdem Christoph Zilgens in Strafraumnähe aus Sicht des Unparteiischen unglücklich Hand gespielt hatte. Daraufhin nahm die Partie noch einmal Fahrt auf, wobei sich beide Teams jeweils gute Chancen herausspielten. In der Schlussphase der Partie machte aber schließlich Bastians glückliches Händchen bei den Einwechslungen den Unterschied. Denn in der 85. Minute erzielte der eingewechselte Takuya Kitamura nach Vorlage des ebenfalls eingewechselten Abdelkarim Afkir das spielentscheidende 2:1. Bastians freute sich nach dem Abpfiff des spielerisch eher schwachen Oberliga-Aufsteiger-Duells vor allem über die guten Moral und Laufbereitschaft seiner Mannschaft. „Wir konnten heute aufgrund einer geschlossenen und engagierten Leistung einen wichtigen Sieg feiern“, resümierte er. „Wir haben nach unserem Erfolg gegen Sterkrade nun einen zweiten Mitaufsteiger geschlagen und sind voll im Soll“.