TuRU verpasst Befreiungsschlag

TuRU verpasst Befreiungsschlag

Das Team von Samir Sisic hat beim 0:3 gegen Jahn Hiesfeld zu viele Fehler gemacht.

Für die TuRU geht das Zittern um den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga unvermindert weiter. Im Heimspiel gegen den TV Jahn Hiesfeld verpasste die Mannschaft von Samir Sisic am Samstag erneut den erhofften Befreiungsschlag. Nach der 0:3 (0:0)-Niederlage gegen ausgebufftere Gäste aus Dinslaken stehen die Oberbilker nun am Mittwoch beim VfB Hilden vor einem ganz wegweisenden Spiel. „Wenn wir dort auch nichts holen, wird es noch einmal sehr, sehr eng“, sagte Sisic mit Blick auf das Nachholspiel gegen den Tabellen-14. Immerhin stehen TuRUs Trainer dann wieder eine Reihe an Akteuren mehr zur Verfügung.

Im Vergleich zur Vorwoche stellte Sisic sein Team gleich auf neun Positionen um. Doch auch mit dieser Verlegenheits-Elf rechneten sich die Platzherren gegen den Tabellenvierten etwas aus, da es für Hiesfeld nach eigenem Bekunden in den letzten Spielen nur noch darum geht, etwas Spaß zu haben. „Leider haben wir es im Endeffekt nicht geschafft, dem Gegner diesen Spaß komplett zu nehmen“, resümierte Sisic die Partie, die den Gastgebern nach einer Stunde durch einen individuellen Fehler aus der Hand glitt. Nach einem eigenen Stellungsfehler wusste sich TuRUs-Abwehrspieler Malick Mourtala im eigenen Strafraum nur mit einem Foulspiel zu helfen. Die Folge war ein berechtigter Strafstoß, den Hiesfelds Kevin Krystofiak gegen den ins Tor gerückten Till Kohnen mit etwas Glück verwandelte (60.).

„Nach dem Rückstand habe ich bei meinem Team leider ein energisches Aufbäumen vermisst“, monierte Sisic. Während Hiesfeld nun zunehmend den gewünschten Spaß am Spiel fand, mangelte es der TuRU am Glauben und an der Qualität, um der Partie noch einmal eine Wendung zu verleihen. Folglich kassierten die Oberbilker noch zwei weitere Gegentreffer.

TuRU: Kohnen — Cox, Wolf (81. Tragoudas), Touglo, Kanschik, Mourtala (64. Abel), Hasui (46. Schneider), Fahrian, Krämer, Rychlik, Aras; Tore: 0:1 (60., Foulelfmeter) Krystofiak, 0:2 (64.) Liebling, 0:3 (74.) Menke

Durchaus etwas vorgenommen hatte sich der DSC 99 für das Auswärtsspiel beim VfR Fischeln. Schließlich wähnte sich das abgeschlagene Tabellenschlusslicht gegen die ebenfalls auf einem Abstiegsrang stehenden Krefelder in etwa auf Augenhöhe. Nach der zwischenzeitlich durch Babacan Citak erzielten Führung (53.) schien es kurzzeitig tatsächlich so, dass der „Club“ sein äußerst spärlich gefülltes Punktekonto anreichern könnte. Am Ende jedoch behielt der gastgebende VfR doch noch deutlich mit 4:1 die Oberhand gegen quasi mit dem allerletzten Aufgebot angetretenen Gäste. Knackpunkt aus Sicht des DSC war am Samstag zweifellos der viel zu frühe Ausgleichstreffer durch Fischelns Goalgetter Dustin Orlean (57.). Fischeln bekam nun Oberwasser gegen einen kräftemäßig abbauenden DSC und zog Mitte des zweiten Abschnitts mit einem Doppelschlag auf 3:1 davon (70., 74.). Die Partie war entschieden, zumal sich die Elf von Andreas Billetter auch noch selbst schwächte. Ibrahim Nadir sah in der Schlussphase die rote Karte wegen Nachtretens (83.). In Unterzahl kassierte der DSC auch noch das 1:4 (87.).

DSC: Savonis — Stefanovski, Wölfer (75. Wölfer), Sosa, Nomiya, Nadir, Ide, Tekadiomona, Lobato, Tshakulongo (46. Mink), Citak; Tore: 0:1 (53.) Zitat, 1:1 (57., 70.) Orlean, 3:1 (74.) Cakir, 4:1 (87.) Sadlowski