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TuRU: Auch der Trainer setzt sich ab

TuRU: Auch der Trainer setzt sich ab

In Oberbilk brennt der Baum. Der sportliche Leister ist weg. Und Dennis Brinkmann betreute zum letzten Mal die Mansnchaft.

Es gibt Spiele, die werden durch die Geschehnisse in und rund um einen Club völlig in den Hintergrund gedrängt. So war es an diesem Wochenende bei der TuRU, die mit 1:2 (1:0) gegen den VFB Speldorf verloren und in der Tabelle wieder einen Satz nach unten gemacht hat. Aber wie gesagt, das war für den Traditions-Club um Vereinsboss Heinz Schneider fast völlig zweitrangig. Der sportliche Leiter Bernd Meinhardt war bereits Anfang der Woche freigestellt worden. Das unterentwickelte Teamwork innerhalb des Clubs (auch zwischen erster und zweiter Mannschaft), die unzureichende Information der Vereins-Gremien und die mangelhafte Öffentlichkeitsarbeit war Meinhard vorgeworfen worden. Zudem passte es offenbar auch nicht mehr zwischen ihm und Heinz Schneider.

Das Problem weitete sich aus, als Trainer Dennis Brinkmann sich mit Meinhardt solidarisch erklärte und ebenfalls gehen wollte. Immerhin wurde er noch davon überzeugt, zumindest im gestrigen Heimspiel gegen den VfB Speldorf die Spieler noch von der Seitenlinie aus zu coachen. Er soll seinen Vertrag bereits aufgelöst haben — genau wie Assistent Pedro Trujillo und das Funktionsteam. Dass auch einige Spieler dem Beispiel von Trainer und sportlichem Leiter folgen werden, hatte sich angekündigt, wurde aber gestern noch nicht bestätigt, da die Oberbilker mit der augenblicklich (vermeintlich) stärksten Mannschaft antraten.

Und in der ersten Hälfte spielte die TuRu gegen den Tabellen-Zwölften der Oberliga Niederrhein auch mehr als passabel. Vor allem Sahin Ayas und Fabio Fahrian sorgten aufseiten der Gastgeber für Spielfluss und gute Kombinationen. Jacub Yusuf Ballah hatte die TuRU nach 27 Minuten in Führung gebracht. Erst nach dem Wechsel kamen die Gäste besser ins Spiel und dann sehr spät zu ihren Treffern. Der beste Spieler des VfB, Esad Morina erzielte 13 Minuten vor dem Ende den Ausgleich, als er mit einem Heber Björn Nowicki überlupfte. TuRUs Torhüter war auch am entscheidenden Treffer beteiligt, als er einen harten Schuss von der linken Seite nur abklatschen konnte. Pierre Nowitzki schockte dann per Abstauber mit seinem ersten Saisontreffer die immer mehr nachlassenden Oberbilker — drei Minuten vor Ende.

TuRU: Nowicki — Kim, van Kerkhof, Reitz, Mourtula - Ferati, Fahrian, Malick-Montell, Terzic, Ayas (65. Dick) - Ballah (84. Hasui), Klicic (77. Schneider); Tore: 1:0 (27.) Ballah, 1:1 (72. Morina, 1:2 (77.) Nowitzki