Trainer des Jahres: Heißer Dreikampf zwischen Heister, Funkel und Kreis

Wahl zu den Sportlern des Jahres : Jessie Maduka zählt zu den Favoritinnen

Die Sportbegeisterten aus Düsseldorf und die Sportpresse wählen.

Der Januar hat bitter begonnen. Im Training ist Jessie Maduka umgeknickt und hat sich den Mittelfuß gebrochen. Die Dreispringerin des ART Düsseldorf muss pausieren, an Krücken gehen und ihre Hallensaison absagen. „Eine große Enttäuschung“, sagt die 22-Jährige, gibt sich aber kämpferisch: „Mein Höhepunkt ist jetzt die Wahl zu Düsseldorfs Sportlerin des Jahres.“ Am nächsten Dienstag ehrt der Verein Düsseldorfer Sportpresse wieder die besten Sportler der Landeshauptstadt und Jessie Maduka hofft, dass sie dort eine Auszeichnung abstaubt. „Das ist ein Titel, den ich unbedingt haben will“, sagt die EM-Teilnehmerin, „ich habe schon alle Freunde und Verwandten mobilisiert, für mich abzustimmen.“

Leicht wird es aber nicht. Denn neben Jessie Maduka (3. bei den Deutschen Meisterschaften) sind Hürdenläuferin Djamila Böhm (Deutsche Vizemeisterin) und Ruderin Leonie Menzel (U 23-Vizeweltmeisterin) nominiert. Menzel ist 2017 Düsseldorfs Sportlerin des Jahres geworden. „Damals war ich noch Juniorin und hatte überhaupt nicht damit gerechnet“, sagt Menzel, „vor allem in einer Stadt wie Düsseldorf ist das eine große Ehre.“ Djamila Böhm war 2017 ebenfalls nominiert und hofft, das sie diesmal in der Publikumsgunst vorne liegt: „Ich freue mich, dass ich wieder nominiert bin.“

Denn wählen kann jeder Sportinteressierte im Internet unter:

Das Ergebnis macht 50 Prozent der Wertung aus, die andere Hälfte steuern die Mitglieder des Vereins Düsseldorfer Sportpresse bei. Das macht die Wahl bis zum Abstimmungsende Sonntagnacht spannend: Vor allem in der Kategorie Trainer des Jahres deutet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen an: Danny Heister (Borussia Düsseldorf) hat die Champions-League gewonnen, Friedhelm Funkel ist mit Fortuna aufgestiegen und Harold Kreis hat aus der DEG ein Spitzenteam gemacht.

In der Kategorie Sportler des Jahres könnte Tischtennis-Ass Timo Boll den Titel zum achten Mal holen, muss sich dafür aber gegen den Deutschen Judo-Meister Johannes Frey (JC 71) und Borussia Rollstuhltischtennis-Spieler Thomas Schmidberger durchsetzen. Als Mannschaft des Jahres stehen Triplegewinner Borussia, die Fortuna und Bundesliga-Aufsteiger Düsseldorf Panther zur Wahl. „In so einer Runde nominiert zu sein, das ist schon etwas ganz besonderes“, sag Jessie Maduka deshalb. Und Krücken sollen sie auch am Dienstag nicht aufhalten. „Auf die Bühne kann ich auf jeden Fall humpeln“, sagt sie. Ob sie auch darf, darüber entscheiden noch bis Sonntagnacht die Düsseldorfer.