Torfestival bei der TuRU geht noch daneben

Torfestival bei der TuRU geht noch daneben

Zum Saison-Abschluss führt die TuRU zunächst mit 3:1 gegen Homberg, um dann doch noch mit 3:4 zu verlieren.

Immerhin die rund 150 Zuschauer im Stadion an der Feuerbachstraße kamen gestern noch einmal auf ihre Kosten. Sie sahen im Duell zwischen der TuRU und dem VfB Homberg insgesamt sieben Treffer und in den mit 4:3 (3:3) siegreichen Gästen aus Duisburg auch den verdienten Gewinner.

Auf beiden Trainerbänken dürfte sich die Begeisterung über den launigen Saisonabschluss allerdings in Grenzen gehalten haben, schließlich nahmen es beide Teams in dieser bedeutungslosen Partie allen voran im ersten Abschnitt mit der Verteidigung des eigenen Tores nicht so genau. Der drittplatzierte Gast aus Homberg war vor allen Dingen bei Eckbällen der TuRU oftmals nicht im Bilde. So durfte Fabio Fahrian bereits nach sieben Minuten einen vom künftigen Homburger Markus Wolf flach vor das Tor getretenen Eckball ungestört aus sieben Metern zur Führung verwerten.

Nur vier Minuten später war es Nickson Touglo, der eine Ecke von Florian Abel im Nachsetzen zum 2:1 über die Linie wuchtete (12.). Der VfB machte sich durch derartige Schlafmützigkeit einen durchaus gefälligen Auftritt kaputt. Denn die Elf von Stefan Janßen hatte insgesamt die reifere Spielanlage, die auch im schön herausgespielten Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (9.) zum Ausdruck kam. Die TuRU wiederum brauchte schon ruhende Bälle, um zum Erfolg zu kommen. So auch beim 3:1 (17.), einem von Adnan Hotic verwandelten Handelfmeter.

Homberg wandelte die Wut über die strittige Elfmeter-Entscheidung in zusätzliche Energie um und kam in einer wilden ersten Hälfte unter gütiger Mithilfe von Pierre Mendes da Costa noch zum Ausgleich. TuRUs Keeper segelte zunächst an einer aus dem Halbfeld geschlagenen Flanke von Jerome Manca vorbei, so dass Metin Kücükarslan mit dem Ball nur noch über die verwaiste Torlinie spazieren brauchte. Und auch beim direkten Freistoß des ehemaligen TuRU-Akteurs Patrick Dertwinkel machte der Schlussmann keine ganz glückliche Figur (45.).

In ihrer Halbzeitansprache ermahnten beide Trainer ihre Schützlinge offenbar zu mehr Spielkontrolle. Jedenfalls ging es nun auf beiden Seiten bei sommerlichen Temperaturen wesentlich behäbiger zur Sache als noch im ersten Abschnitt. Torraumszenen gb es nun nur noch wenige, wobei der Gast immer noch etwas mehr Initiative zeigte als die Platzherren. Daher war es auch nicht völlig unverdient, dass sich am Ende der VfB über drei Punkte freuen durfte. Verantwortlich dafür war „Joker“ Ferdi Acar, der letztlich die Aufholjagd mit seinem Treffer zum 4:3 (85.) krönte.

TuRU: Mendes da Costa - Wolf, Touglo, Hotic, Mourtala (87. Pulina) - Schneider (78. Hasui), Fahrian, Ozan, Kanschik - Ayas (70. Klicic), Abel

Tore: 1:0 (8.) Fahrian, 1:1 (9.) Walker, 2:1 (12.) Touglo, 3:1 (17., Handelfmeter) Hotic, 3:2 (34.) Kücükarslan, 3:3 (45.) Dertwinkel, 3:4 (85.) Acar

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