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Tischtennis: "Wir wissen, dass es geht"

Tischtennis: "Wir wissen, dass es geht"

Die Borussia muss in Frickenhausen ein 3:6 aus dem Halbfinal-Hinspiel aufholen. Routinier Petr Korbel glaubt fest daran.

Düsseldorf. Auf die Geburtstage folgt der Tag der Entscheidung. Am Samstag, einen Tag vor dem 2. Halbfinale gegen den TTC Frickenhausen, wird Jun Mizutani 18 Jahre alt. Gestern wurde Petr Korbel 36 Jahre, also doppelt so alt. Zusammen verloren die Tischtennis-Profis der Borussia am vergangenen Sonntag ihr Doppel - der Anfang vom Ende beim 3:6 im Hinspiel. Im Gespräch mit der WZ gibt sich der Tscheche Petr Korbel vor dem Rückspiel kämpferisch.

Herr Korbel, ist die Saison schon gelaufen?

Petr Korbel: Es wird schwer, aber es ist nicht unmöglich. Wir müssen 6:2 gewinnen, um ins Finale zu kommen. Ich wünschte, es sähe besser aus. Hätte ich meine Einzel gewonnen, statt beide 2:3 zu verlieren, sähe es anders aus. Insgesamt ist das Hinspiel nicht nach unseren Vorstellungen gelaufen, so viel ist klar.

Woran lag es denn?

Korbel: Wir waren sicherlich nicht weniger motiviert als die Frickenhausener. Es waren alles knappe Spiele, und das fing mit den Doppeln schon an. Deshalb müssen wir am Sonntag die beiden Doppel am Anfang gewinnen, um Frickenhausen unter Druck zu setzen und vielleicht noch was möglich zu machen.

Wie motivieren Sie sich angesichts der fast aussichtslosen Lage?

Korbel: Wir werden weiter kämpfen, daran hat es nicht gelegen. Erfahrung auf internationaler Ebene haben wir alle und wissen deshalb mit so etwas umzugehen. Wir gehen sehr bewusst in dieses Spiel, verspüren aber keinen großen Druck.

Und was sagen Sie sich untereinander, um Mut zu machen?

Korbel: Frickenhausen hat vielleicht in den entscheidenden Phasen ein bisschen mehr Glück gehabt. Das müssen wir uns jetzt zurückholen. Gewinnen wir anfangs die Doppel, dann spielt es sich gleich leichter. Anschließend treffe ich auf Ma Wenge, und Christian Süß auf Bastian Steger. Da sind beide Male Siege drin, und so könnten wir mindestens mit einem 4:2 in die Pause gehen. Wir wissen, dass es geht - das ist unsere beste Motivation. Natürlich ist das alles nur Theorie. Aber wir werden alles dafür geben, dass die in die Praxis umgesetzt wird.

Wie geht der TTC Frickenhausen ins Spiel? Vielleicht überheblich?