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Tischtennis: Petr Korbel will zu den Olympischen Spielen

Tischtennis: Petr Korbel will zu den Olympischen Spielen

Der Tscheche will in Peking dabei sein. Am Freitag trifft er mit Borussia in der Champions League auf Charleroi.

Düsseldorf. Der alte Mann und die fünf Ringe. Borussias Petr Korbel hat mit seinen 36 Jahren den Herbst seiner Tischtennis-Karriere erreicht. Vielleicht lässt diese Tatsache den Tschechen gelassener über seine Chancen auf eine Olympia-Teilnahme sprechen. "Wenn es nicht klappt, dann eben nicht", sagt Korbel, "dann verbringe ich im Sommer viel Zeit mit meiner Familie." Frau und Tochter würden sich sicher freuen, gleichwohl gönnen sie dem Papa seine fünfte Teilnahme an Olympischen Spielen. Wenn es denn mit Peking klappt. Es hätte längst klar sein können, wenn dem tschechischen Verband da nicht diese Panne passiert wäre. Korbel war versehentlich nicht für die Pro-Tour-Turniere in Schweden und Österreich Ende 2007 gemeldet worden. Dadurch büßte er zahlreiche Weltranglistenpunkte ein und verpasste die direkte Qualifikation.

In der Champions League trifft Korbel nun auf seinen künftigen Klub

Wie Vereinskollege Christian Süß tritt er im April beim Qualifikationsturnier an. Doch nicht nur die Olympischen Ringe schweben Korbel durch den Kopf, wenn er mit dem Düsseldorfer Team um den wohl genesenen Timo Boll am Freitag zum ersten Champions-League-Halbfinale gegen RV Charleroi antritt. Denn der Düsseldorfer ist sich mit dem Gegner aus Belgien über einen Vertrag für die kommende Spielzeit wohl einig. "Ausgerechnet jetzt treffen wir aufeinander", sagt Korbel, der am Dienstag von der Mannschafts-WM in China zurückkehrte. "Wir sind alle Profis, und ich gebe bis zum Ende meines Vertrages das Beste für meinen Klub." Mit Korbel verlässt damit nach Jun Mizutani der zweite Akteur den Staufenplatz. Weil die Bundesligateams nächstes Jahr von Vierer- auf Dreiermannschaften verkleinert werden, wird für die beiden nur ein Neuer geholt. Entweder der Portugiese Marcos Freitas oder ein junger Japaner. Korbels Wunsch zum Abschied: "Das Optimale wäre, wenn ich mit der Borussia Deutscher Meister werde und die Champions League gewinne." Ganz nebenbei schweben da noch die fünf Olympischen Ringe durch den Raum. Kulisse: Mehr als 3000 Zuschauer werden am Freitagabend zum ersten Halbfinale in der Champions League in der Reisholzer Halle an der Karl-Hohmann-Straße erwartet. Das Rückspiel am 11. April (20 Uhr) wird im Spiroudome vor mehr als 6000 Zuschauern stattfinden. Verlosung: Die WZ verlost 5 x 2 Freikarten für das Halbfinale in der Champions League am Freitag in der Reisholzer Mehrzweckhalle (19.30Uhr). Wer gewinnen will, muss folgende Frage richtig beantworten: Wie heißt der Halbfinalgegner der Borussia?