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Tischtennis: Nur Süß hält dagegen

Tischtennis: Nur Süß hält dagegen

Borussia kann die Hoffnung vom Finaleinzug nach dem 3:6 gegen Frickenhausen begraben. Wie in den vergangenen zwei Jahren droht so wieder ein Halbfinal-Aus gegen Frickenhausen.

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p class="text">Düsseldorf. Viele Jahre ist Bastian Steger gerne ins Düsseldorfer Tischtenniszentrum gegangen. Am Sonntag wusste er nicht so recht, ob er das Gastspiel bei der Borussia mit seinem neuen Klub TTC Frickenhausen in guter oder in schlechter Erinnerung behalten sollte. Denn sein Nationalmannschafts-Kollege und Freund Christian Süß fertigte den 26-Jährigen im ersten Einzel in drei glatten Sätzen ab. Immerhin hatte er als 33. der Weltrangliste gegen den 36. das Duell um die deutsche Nummer zwei hinter Timo Boll verloren. Der Rest des Spiels und das Ergebnis von 6:3 für die Gäste wird ihm besser gefallen haben. Frickenhausen hat die deutlich besseren Chancen, um am kommenden Sonntag im Halbfinal-Rückspiel den Einzug ins Finale um die Deutsche Tischtennis-Meisterschaft klarzumachen. Im Doppel verspielten vor allem Petr Korbel und Jun Mizutani beste Chancen. So vergab das Duo der Borussia vier Satzbälle, unter anderem weil der Japaner zu wild und hektisch die Entscheidung gegen Patrick Baum/Ma Wenge suchte. Die Frickenhausener dagegen nutzten ihren ersten Spielball - zwei Ballwechsel zuvor hatten Süß und Danny Heister das Duell der stärksten Bundesliga-Doppel verloren geben müssen. "Da war bei beiden mehr drin", sagte Trainer Dirk Wagner, "und dann hätte das Spiel sicher einen anderen Verlauf genommen." Mit den verlorenen Doppeln war die Vorentscheidung gefallen, da der Borussia kaum mehr ein klarer Sieg und damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel gelingen konnte. Es kam mit dem 3:6 sogar noch schlimmer. Weil Mizutani gegen Bojan Tokic nur den ersten Spielball abwehren, aber den zweiten verlor, hatte das bereits laufende Spiel von Danny Heister keine Bedeutung mehr. Bei 2:1-Satzführung hätte der Niederländer noch das Unentschieden sichern können. So droht wie in den vergangenen zwei Jahren das Aus im Halbfinale gegen den TTC Frickenhausen. Denn außer Süß, der auch Ma Wenge schlug, konnte kein Borusse gestern vor rund 1500 Zuschauern überzeugen.

Bastian Steger versüßte sich schließlich seinen Besuch am alten Arbeitsplatz mit einem schwer erkämpften Erfolg gegen den über ihm in der Weltrangliste rangierenden Routinier Petr Korbel und fügte somit doch noch seinen persönlichen Baustein zum Sieg hinzu.