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Tischtennis: Borussia verliert Spitzenspiel

Tischtennis: Borussia verliert Spitzenspiel

Beim 2:3 gegen Fulda kann nur Timo Boll punkten.

Düsseldorf. Der Tabellenführer der Tischtennis-Bundesliga ist in dieser Saison der große Prüfstein für die Borussia. Nach der Hinspielniederlage und dem Sieg im Pokalfinale gab es im Rückspiel ein 2:3 beim TTC Fulda-Maberzell.

Nach großem Kampf, wie Manager Andreas Preuß nach fast vier Stunden Spielzeit und fünf Einzeln herausstellte: „Am Ende haben nur wenige Ballwechsel über Sieg und Niederlage entschieden.“

Die beiden Punkte holte Spitzenspieler Timo Boll, der sowohl Abwehrspezialist Wang Xi als auch Nationalspieler Patrick Franziska besiegte.

Es hätte auch anders kommen können. Wenn Borussias Kamal Achanta gegen den künftigen Borussen Patrick Franziska für eine Überraschung gesorgt hätte. Oder wenn Christian Süß im dritten Einzel die Chance genutzt hätte, die Düsseldorfer erstmals in Führung zu bringen. In seinem zweiten Spiel nach langer Verletzungspause unterlag er Ruwen Filus jedoch klar mit 0:3 und ärgerte sich vor allem über die vergebenen Möglichkeiten im zweiten Satz.

Oder wenn Achanta im letzten Spiel trotz großem Kampf gegen Wang Xi nicht mit 1:3 verloren und damit seine zweite Niederlage an diesem Tag hätte hinnehmen müssen. Nicht zuletzt hätte es womöglich anders ausgesehen, wenn Patrick Baum als etatmäßige Nummer zwei einsatzbereit gewesen wäre.

Doch der 26-Jährige war in der vergangenen Woche mit einer Verhärtung der Rückenmuskulatur von den „Kuwait Open“ zurückgekehrt und fühlt sich trotz intensiver physiotherapeutischer Behandlung nicht einsatzfähig gegen seinen künftigen Klub, der am Ende die Tabellenführung ausbaute.

Derweil hatte Ricardo Walther beim World-Tour“-Turnier in Doha für Furore gesorgt: Erst in der Runde der besten 32 wurde der Borusse durch Doppel-Weltmeister Chen Chien-An gestoppt und unterlag dem 160 Weltranglistenplätze besser platzierten Taiwanesen mit 9:11 im Entscheidungssatz, nachdem er zunächst die Auftaktsätze mit 11:2 und 11:4 regelrecht beherrscht hatte.

Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf sah trotz der Niederlage erneut eine starke Vorstellung des 186. der Weltrangliste, der in Katar und Kuwait zuvor Liam Pitchford (England/WR 52), Abdel-Kader Salifou (Frankreich/WR 92), Zhan Jin (Singapur/WR 31) und Cheung Yuk (Hongkong/WR 94) geschlagen hatte: „Er hätte den Sieg wirklich verdient gehabt, jetzt nimmt er jede Menge Selbstvertrauen mit nach Hause.“ m.g.