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Tischtennis: Borussia macht mit Frickenhausen kurzen Prozess

Tischtennis: Borussia macht mit Frickenhausen kurzen Prozess

Timo Boll, Patrick Baum und Kamal Achanta sichern 3:0 gegen TTC Frickenhausen.

Düsseldorf. Im engen Rennen um die Play off-Plätze in der ersten Bundesliga haben die Tischtennisprofis der Borussia am Sonntagnachmittag wertvollen Boden gut gemacht. Vor 1070 Zuschauern in der Halle am Stauffenplatz setzte sich das Team um Superstar Timo Boll überraschend deutlich mit 3:0 gegen den TTC Frickenhausen durch und rückte in der Tabelle vorbei an den Gästen auf ein Play off-Rang vor.

Der TTC musste ausgerechnet in dieser Schlüsselpartie auf seinen Spitzenspieler verzichten. Der Japaner Koki Niwa, der in der laufenden Saison bisher alle seine elf Partien gewann, fehlte aufgrund einer Turnierteilnahme in Russland.

„Dass Koki Niwa gefehlt, war natürlich ein Vorteil für uns“, gab Timo Boll nach dem Spiel zu Protokoll. Allerdings verwies der Weltranglisten-Sechste zurecht auch auf die verbesserte Form des eigenen Teams. „Wir sind inzwischen alle wieder gut drauf. Vor ein paar Wochen hätten wir vielleicht auch so ein Spiel noch verloren.“

Boll selbst ging in der Auftaktpartie gegen Steffen Mengel mit gutem Beispiel voran. In einer Neuauflage des diesjährigen Endspiels um die Deutsche Einzelmeisterschaft revanchierte sich Boll mit einem glatten 3:0-Sieg für die damals erlittene Niederlage. Mengel hielt im ersten und letzten Satz gut mit, in den entscheidenden Momenten ließ Boll dann jedoch seine ganze Klasse aufblitzen. Bei 7:10 im dritten Durchgang machte Boll fünf Punkte in Serie, wobei sich Mengel auch von zwei angeblichen Aufschlagfehlern aus dem Konzept bringen ließ.

Ein aufgeräumter Patrick Baum sicherte den Gastgebern im Anschluss den wichtigen zweiten Zähler. Nur im ersten Satz hatte der im bisherigen Saisonverlauf in seinen Leistungen schwankende Nationalspieler seine Probleme mit den angeschnittenen Bällen seines slowakischen Gegenübers Yang Wang. Baum ließ sich davon jedoch nicht beunruhigen und fand ab dem zweiten Durchgang die richtigen Längen und Winkel in seinem Spiel.

Der 3:1-Satzsieg brachte dem ehemaligen Frickenhausener lauten Beifall ein. Den kassierte auch Kamal Sharath Achanta für sein glattes 3:0 über den 18-jährigen Liang Quiu. Der Trainersohn des gleichnamigen Frickenhausener Coaches kommt normalerweise in der zweiten Mannschaft des TTC zum Einsatz und hatte gegen den routinierten Inder Achanta keine Chance.