Sieg im Rückspiel oder Ausscheiden Borussia droht das Aus im Halbfinale

Düsseldorf · Borussia droht das Aus im Halbfinale der deutschen Tischtennismeiserschaft.

 Die Tischtennisspieler um Danq Qiu hoffen weiter auf den deutschen Meistertitel. Dafür muss nun aber ein Sieg her.

Die Tischtennisspieler um Danq Qiu hoffen weiter auf den deutschen Meistertitel. Dafür muss nun aber ein Sieg her.

Foto: dpa/Tao Xiyi

Die Borussia muss jetzt zeigen, wie gut ihre Nerven, die Stressresistenz, die Frusttoleranz und das Leistungspotenzial sind. Die 1:3-Niederlage im ersten Halbfinale um die deutsche Tischtennismeisterschaft beim TSV Bad Königshofen macht das Rückspiel (19 Uhr, Arag Center Court) zur mit Abstand wichtigsten Begegnung der bisherigen Bundesliga-Saison. „Ich erwarte einen großen Fight und hoffe auf die Unterstützung unserer Fans. Natürlich sind wir im Moment noch enttäuscht, aber für Jammern und Lamentieren ist keine Zeit“, meint Borussia-Manager Andreas Preuß. Um das vorzeitige Ende der Meisterschaftspläne zu verhindern, muss die Borussia das Rückspiel gewinnen. Nur dann kommt es zu einem entscheidenden dritten Spiel.

Das Hinspiel war eine Begegnung auf Augenhöhe, was das Ballverhältnis von 82:81 zugunsten der Borussia, die sich aber zu einem 1:3 addierten, beweist. Beim TSV war Jin Ueda entscheidender Faktor. Der Japaner gewann seine beiden Begegnungen gegen die beiden künftigen Olympia-Teilnehmer Timo Boll und Anton Källberg. „In Bad Königshofen haben wir unsere Stärke nicht ausgespielt. Daran müssen wir arbeiten“, urteilte Borussia-Chefcoach Danny Heister. „Wir haben noch eine realistische Chance, das Meisterschaftsfinale zu erreichen, und ich glaube auch dran.“ Dass seine Jungs den Gegner im Hinspiel unterschätzt haben, glaubt Heister nicht. „Wir wissen, um was es geht, sind mit allen Jungs im Training und geben alles“, so der Coach. Darum hatte der Cheftrainer sein Team bereits wenige Stunden nach der nächtlichen Rückkehr aus Bayern zum Training einbestellt.

In Unterfranken ist man noch völlig euphorisiert vom unerwarteten Coup über den amtierenden und Rekord-Meister. „Ich habe nicht daran geglaubt, dass wir gewinnen, wenngleich ich es natürlich gehofft habe“, verkündete TSV-Manager Andy Albert kurz nach Spielende. Als der Siegpunkt fiel, nahmen die Emotionen der gut 1000 Königshofen-Fans in der Shakehand-Arena überhand. „Am Ende haben wir in der einen oder anderen entscheidenden Situation auch das nötige Quäntchen Glück gehabt“, analysierte Ex-Borusse Bastian Steger. „Wir sind auf einem guten Weg in Richtung Endspiel, wissen aber zugleich, dass auch noch das Rückspiel in Düsseldorf ansteht.“

Die Borussen Boll, Dang Qiu, Källberg, Kay Stumper und Borgar Haug wollen im Rückspiel dafür sorgen, dass die TSV-Fangesänge nicht mehr als eine Absichtserklärung sein werden. Gewinnt Bad Königshofen, zieht der Klub erstmals in der Vereinsgeschichte ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft ein, gewinnt die Borussia, kommt es am Sonntag (26. Mai, 13 Uhr) im Arag Center Court im dritten Halbfinale zum Showdown.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort