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Tischtennis: Boll darf keine Pause machen

Tischtennis: Boll darf keine Pause machen

Wieder steht für die Borussia ein Doppelpack-Wochenende an. Bereits am Freitag geht es in der Königsklasse gegen Istres los.

Düsseldorf. Timo Boll würde gerne mal länger Pause machen. Seine acht Wochen in der chinesischen Superliga im Sommer schlagen bei dem Tischtennis-Profi gerade körperlich und mental voll ein, sagt er: „In den vergangenen Wochen musste ich ordentlich Tribut zollen, da habe ich mich richtig ausgelaugt gefühlt.“

Doch Boll hat keine Chance auf Ruhepausen, die Borussia erwartet erneut ein Doppelpack-Wochenende, am Freitag (19 Uhr) steht das dritte Gruppenspiel in der Champions League auf dem Plan, es geht im Tischtenniszentrum am Staufenplatz gegen den französischen Vizemeister Istres TT. Am Sonntag kommt es in der Bundesliga zum Duell der alten Erzrivalen beim TTC Grenzau (15 Uhr).

Weil Christian Süß nach seiner Knie-Operation weiterhin im Aufbautraining ist, bleibt Borussia und Boll keine andere Wahl, neben Janos Jakab und Patrick Baum auch den müden Spitzenspieler einzusetzen. Den dritten Platz im Team mit dem vermutlich eher chancenlosen Trainer und Ex-Profi Danny Heister zu besetzen, ist keine Alternative. Zu wichtig sind die beiden Duelle.

„Verlieren verboten“ lautet das Motto in jedem Fall, wenn die Franzosen Christophe Legout, Quentin Robinot und der Chinese Chen Jian den Titelverteidiger fordern. „Eine weitere Niederlage in der Champions League können wir uns nicht erlauben, sonst wird es ganz eng“, sagt Manager Andreas Preuß angesichts der jüngsten Niederlage bei Bogoria Mazowiecki (1:3) in Polen. Dort war Bolls Schwächeln deutlich geworden.

Dennoch sind die Borussen optimistisch. Patrick Baum sammelte bei den „Austrian Open“ durch einen Sieg gegen seinen Angstgegner Monteiro wieder Selbstvertrauen, und Timo Boll konnte durch seinen Startverzicht immerhin ein paar Tage ausruhen. Der Lehrgang mit dem Nationalteam in der vergangenen Woche im Tischtenniszentrum tat ihm ebenfalls gut, sagt Boll: „Es ging wieder etwas aufwärts, hoffentlich kann ich bald wieder abrufen, was ich wirklich kann.“

Auch aus persönlichem Interesse, denn das nächste Großereignis steht vor der Tür: Bei der EM in Danzig (8. bis 16. Oktober) will Timo Boll seine Titel im Einzel und mit der Mannschaft verteidigen. Ein Etappenziel auf dem Weg zur Weltmeisterschaft im eigenen Land sowie Olympia in London nächstes Jahr.