Timo Boll: Das Duell mit dem Roboter

Timo Boll: Das Duell mit dem Roboter

Weltpremiere einer Begegnung der ganz besonderen Art in Shanghai.

Düsseldorf/Shanghai. Mensch gegen Maschine, Tischtennis-Profi gegen Roboter, Timo Boll gegen Kuka Agilus — das gab es noch nie. Am 11. März ist die Weltpremiere dieser außergewöhnlichen Begegnung in Shanghai. Als Highlight der Eröffnungsfeier des neuen Werkes der Augsburger Roboter- und Automationsunternehmen Kuka am Standort Shanghai wird der erfolgreichste deutsche Tischtennisprofi Timo Boll es in einem Match gegen den Roboter Agilus aufnehmen.

Für Boll, der bereits seit 2006 bei Borussia Düsseldorf spielt und seit zehn Jahren unter den besten acht Spielern der Weltrangliste ist, ist das Match eine ganz neue Herausforderung, auf die er sich freut. „Ich bin ein Technik-Freak. Die Kuka-Roboter sind ein faszinierendes Produkt: Schnell, wendig, präzise und verlässlich. Eben wie ein guter Tischtennisspieler“, sagte der 32-Jährige, der den Gegner nicht unterschätzt. Immerhin zählt Agilus zu den schnellsten Robotern der Welt.

Dass das Unternehmen Kuka gerade Boll als Markenbotschafter in China auswählte und ihn als solchen auch gewinnen konnte, ist kein Zufall. Denn Boll zählt im asiatischen Raum zu den populärsten deutschen Sportlern und bezeichnet China als „seine zweite sportliche Heimat“. Der Tischtennisprofi hat das Land schon über 60 Mal bereist, kennt sich mit der Kultur und den Leuten bestens aus und hat bereits über längere Zeiträume dort gelebt. Auch im kommenden Sommer wird er wieder ein längeres Gastspiel bei einem chinesischen Verein in der dortigen SuperLeague geben.

Wilfried Eberhardt, stellvertretender Marketingleiter von Kuka, ist begeistert: „Timo Boll passt perfekt zu unserem Unternehmen. Er steht für Geschwindigkeit, Präzision und Flexibilität, wie unsere Computer“.

Wie das ungewöhnliche Match am Ende ausgehen wird — ob Mensch oder Maschine gewinnt — bleibt abzuwarten. Für den Tischtennisprofi Boll steht aber fest: „Ich bin auf alle Fälle bereit, es mit Agilus aufzunehmen.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung