Tennis: „Wir setzen uns nicht unter Druck“

Tennis: „Wir setzen uns nicht unter Druck“

ber der TC Benrath möchte mit den Damen um den Titel spielen.

Düsseldorf. "Es wird die spannendste Saison, die ich mir vorstellen kann", erklärt Marek Owsianka, der Erfolgs-Trainer des TC Benrath, vor Saisonbeginn der Tennis-Bundesliga. Nun schlägt sein Damen-Team am Sonntag (ab 11 Uhr) auf eigener Anlage zum Auftakt gegen den Berliner Traditionsverein TC 1899 Blau-Weiß auf.

WZ: Herr Owsianka, in diesem Jahr machen so viele Teams wie noch nie ihren Anspruch auf den Titelgewinn deutlich. Wie schätzen Sie die Gegner wirklich ein?

Marek Owisianka: Es wird so kommen, dass wir eine völlig ausgeglichene Liga sehen werden. Meiner Meinung nach besitzen wirklich alle Mannschaften außer Berlin das Potenzial Erster zu werden. Insbesondere der Aufsteiger Radolfzell und auch Bocholt haben in dieser Saison immens starke Mannschaften zusammengestellt.

Owsianka: Wenn man innerhalb von 10 Jahren fünf Mal Meister und fünf Mal "Vize" wird, wäre es Quatsch, den Klassenerhalt als Ziel auszugeben. Natürlich haben wir den Anspruch, oben mitzuspielen, aber wir setzen uns nicht wie andere selbst unter Druck und sagen ,Wir sind in diesem Jahr die Besten.’

Owsianka: In der Tennis-Bundesliga spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass man eigentlich wenig kalkulieren kann. Fakt ist, dass allen Teams einige Spielerinnen der Top 100 angehören, aber für die Stars stehen natürlich die Grandslam-Turniere und auch die Rasensaison mit Events in Birmingham, Nottingham und Wimbledon im Vordergrund. Es bleibt also abzuwarten, mit welcher Konstellation die Gegner an welchem Spieltag antreten.

Owsianka: Wir sind froh, wieder auf unsere Top-Athletinnen wie Agnieszka Radwanska oder Mara Santangelo zurückgreifen zu können. Aber grundsätzlich gilt, dass das Wichtigste ein zuverlässiger Mannschafts-Stamm ist. Eine Topspielerin holt an einem Spieltag bis zu 1,5 Punkte, eine Mannschaft vier bis sechs Zähler.

Owsianka: Wir spielen eigentlich in der gleichen Konstellation wie in der vergangenen Saison. Glücklicherweise! Meiner Meinung nach ist es immer am besten, nicht mehr als ein bis zwei Positionen zu verändern. Insofern kann ich schon mal sagen, dass in jedem Fall unsere deutschen Spielerinnen wie Andrea Petkovic, Julia Schruff und Vanessa Henke dazu gehören werden. Und es macht mich stolz, dass mit Deborah Danz ein Mitglied unserer Tennisschule den Sprung in die Bundesliga-Mannschaft geschafft hat. Auch die Jugendförderung wird beim TC Benrath groß geschrieben.