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Charity Cup: Tennis-Stars drehen die Zeit zurück

Charity Cup : Tennis-Stars drehen die Zeit zurück

Nur der Regen stört bei der ersten Veranstaltung, deren kompletter Erlös dem Kreisverband des Roten Kreuzes zufließt.

Düsseldorf. Wer einmal Henri Leconte erlebt hat und ein wenig Spaß versteht, der weiß, dass Tennis nicht nur aus Punkt, Satz und Sieg besteht. Freitag, am ersten Tag des „1. DRK Charity Cup“, sorgte der Franzose mit seinen Comedy-Einlagen schon allein dafür, dass die rund 1500 Zuschauer ihr Kommen nicht bereuen mussten. Ein rundum gelungenes Benefiz-Turnier war die von Horst Klosterkemper ins Leben gerufene Veranstaltung trotz aller großartigen organisatorischen Bemühungen leider nicht. Denn Petrus wollte partout nicht mitspielen. Dabei wären Sonne und angenehme Temperaturen so wichtig gewesen, um noch mehr Besuch auf die Anlage zu bewegen, wo früher Nations Cup und World Team Cup Weltklasse-Tennis geboten haben.

Trotzdem gibt es genügend Gewinner. Vor allem die Menschen, die in Pflegeeinrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes in Düsseldorf und näherer Umgebung untergebracht sind, werden von der Idee und dem Charity Cup profitieren. Der Hauptsponsor der Veranstaltung, die Sparda Bank, nutzte die kleine Eröffnungsfeier, um einen Scheck in Höhe von 50 000 Euro an den Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes zu überreichen.

Mit drei Pro-Am-Doppeln wurde der Turniertag gestartet, wobei die Paarung Dieter Nuhr und Henry Leconte nicht zuließ, dass sich das gegnerische Doppel überhaupt auf das Spiel konzentrieren konnte. Leconte griff so tief in die Trickkiste, dass er teilweise selbst nicht wusste, wohin er den Ball eigentlich spielen wollte. Starfotograf Andreas Gursky und Michael Stich hielten sich dagegen dennoch wacker, auch wenn man Michael Stich ansehen konnte, dass die Jahre, zumindest was die Fußtechnik angeht, nicht einfach an ihm vorbei gegangen sind.

Doch der Elmshorner weiß, wie man mit Finesse Punkte machen kann. Nach der Ansprache des Schirmherren Wolfgang Bosbach (MdB/CDU), zu der dieser ausnahmsweise keinen Regenschutz brauchte, kam es zum ersten Höhepunkt der Veranstaltung. Ivan Lendl, Pat Cash und Leconte spielten ein Doppel gegen das deutsche Terzett Marc-Kevin Goellner, Rainer Schüttler und Stich. Wobei eigentlich vorgesehen war, dass immer nur zwei Spieler auf jeder Seite auf dem Feld stehen. Stich stürmte plötzlich auf den Platz und verwandelte einen Volley, während die anderen vier am Spiel Beteiligten nur staunend dieser Erscheinung und dem Ball nachblicken konnten.

Ivan Lendl war sofort in seinem Ehrgeiz angestachelt und spielte einige seiner berühmten Vorhandschläge. Doch bevor die Tennis-Oldies bei diesen angenehm kühlen Hochsommer-Temperaturen richtig warm wurden, musste auch dieses Spiel wegen Regens unterbrochen werden. Die Zuschauer nahmen es mit Gleichmut und Geduld auf, da auch die Einnahmen für das Essen und Getränke komplett dem guten Zweck zur Verfügung gestellt werden.