Bundeliga: Tennis: Rochusclub wird Vizemeister

Bundeliga: Tennis: Rochusclub wird Vizemeister

3:3 zum Abschluss in Aachen. Der Bundesligist blickt auf eine starke Saison zurück.

Düsseldorf. Am Ende blieb das Tennis-Wunder mit dem Gewinn des Meistertitels aus. Doch der Rochusclub darf nach dem abschließenden 3:3 beim TK Blau-Weiss Aachen auf ein überaus erfolgreiches Bundesliga-Jahr zurückblicken und sich Vizemeister nennen. Frühzeitig frei von Abstiegssorgen fuhr der Club vom Rolander Weg in neun Begegnungen sechs Siege ein und beendete die Saison auf einem bemerkenswerten zweiten Platz hinter dem neuen Meister Gladbacher HTC.

„Die Liga hat einen verdienten Meister bekommen, der mal nicht aus Halle oder Aachen kommt. Wir haben einen guten Abschluss hingelegt und können stolz auf das sein, was wir in diesem Jahr erreicht haben“, sagte ein zufriedener Detlev Irmler am Sonntag. Der Teamchef wünscht sich, dass die Erfolge seiner Mannschaft die Tür zu neuen Sponsoren öffnet, damit der Rochusclub 2017 frühzeitiger planen und wieder um den Titel mitspielen kann. „In diesem Jahr lagen wir mit unserem Etat ja nur im unteren Drittel der Liga.“

In Aachen setzte Irmler erstmals Jaume Munar ein. Der 19 Jahre alte Spanier aus der Rafael-Nadal-Tennis-Akademie gewann sein Einzel gegen den Belgier Yannik Reuter und war an der Seite von Wesley Koolhof auch im Doppel erfolgreich. „Das ist ein Kampftiger und ein Mann für die Zukunft. Ich habe mit ihm schon per Handschlag die Zusammenarbeit für das kommende Jahr abgemacht“, beschrieb Irmler das große Talent.

Das erfolgreiche Doppel mit den beiden Niederländern Koolhof und Matwe Middelkoop wurde beim Stand von 2:2 nach den Einzeln gesprengt, weil der Rochusclub so noch zum 4:2-Erfolg kommen wollte, um sich die kleine Meisterchance zu erhalten. Doch in Gladbach hatten die Gastgeber gegen den enttäuschenden TK Kurhaus Aachen bereits nach den vier Einzeln eine 4:0-Führung erspielt und sich somit den Titel gesichert. „Wir haben alles versucht und müssen nicht enttäuscht sein“, sagte Irmler.

Sichtbar platt wirkte Mats Moraing am letzten Bundesliga-Spieltag. Der „Vielspieler“ des Rochusclubs, der mit acht Einzeln und sechs Doppeln die meisten Einsätze absolvierte, war die vergangenen 14 Tage im Dauereinsatz, spielte zwei Turniere in Belgien, von denen er eines gewann. In Aachen musste er sich in seinem Einzel im Match-Tiebreak dem Belgier Germaine Gigounon geschlagen geben.

Spieler wie Jaume Munar, Mats Moraing oder Filip Horansky haben bewiesen, dass sie in der Tennis-Bundesliga Leistungsträger sein können. Bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft wird Irmler auch auf die Expertise von Pablo Andujar-Alba zurückgreifen. Der erfahrene Spanier, der in diesem Jahr aufgrund einer Verletzung komplett ausfiel, ist für 2017 fest eingeplant. Entscheidend wird sein, welche Topspieler der Rochusclub dazu verpflichten kann.