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Tennis: Rochusclub wehrt sich vergeblich

Tennis: Rochusclub wehrt sich vergeblich

Bundesligist kassiert 1:5-Niederlage gegen Mannheim. Nur der 20 Jahre alte Filip Horansky gewinnt sein Einzel.

Düsseldorf. Auf den Einsatz von Jesse Huta Galung an der Spitzenposition hatte Teamchef Detlev Irmler vergeblich gehofft.

Der 27-jährige Niederländer siegte zeitgleich mit der Bundesliga-Partie zwischen dem Rochusclub und Grün-Weiß Mannheim im Finale des Challengerturniers im finnischen Tampere gegen Maxime Teixeira 6:4, 6:3.

Ohne Huta Galung unterlag der Rochusclub im vorletzten Heimspiel der Saison mit 1:5 und weist nun 7:7-Punkte auf. Am kommenden Sonntag kommt der Erfurter TC Rot-Weiß an den Rolanderweg, in der Woche darauf geht es zum Saisonabschluss zum amtierenden Meister Kurhaus Lambertz Aachen.

„Wir haben uns bisher in der Bundesliga ordentlich geschlagen. Schade ist, dass wir im Champions Tie Break so oft den Kürzeren ziehen“, sagte Irmler. Diesmal erwischte es Teymuraz Gabashvili, der am Vortag vom Challengerturnier in Astana angereist war. Über Moskau ging es nach Düsseldorf.

Der Georgier dominierte im ersten Satz gegen Benjamin Becker und siegte mit 6:2, danach schwanden ihm nach und nach die Kräfte. Der zweite Durchgang ging mit 2:6 verloren, und im Champions Tie Break war er beim 4:10 chancenlos. Die Reisestrapazen waren dem 28-Jährigen deutlich anzumerken.

Die abstiegsgefährdeten Mannheimer hatten schon in den Einzeln einen 3:1-Vorsprung herausgespielt, nachdem Björn Phau gegen Jozef Kovalik und Denis Gremelmayr gegen Oscar Sabate Bretos glatt in zwei Sätzen gewonnen hatte. Lediglich der 20 Jahre alte Filip Horansky konnte im Einzel für die Gastgeber punkten. Der Slowake wird demnächst nach Düsseldorf umsiedeln, wo er von Detlev Irmler als Trainer betreut wird.

„Er ist jung und talentiert“, sagt Irmler. Horansky steht ganz am Anfang seiner Karriere. Bisher hat der 573. der ATP-Weltrangliste überwiegend auf Future-Turnieren gespielt und knapp 20 000 Dollar Preisgeld gewonnen. Die Bundesliga ist für Horansky ein schönes Zubrot. Pro Spieltag erhält er rund 2000 Euro.

Sein bisheriger Jahres-Verdienst bei Turnieren liegt bei gerade 3300 Dollar. Am Sonntag durfte Horansky an der Seite von Landsmann Jozef Kovalik auch noch im Doppel ran. Gegen Marc Lopez, der einige Jahre für den Rochusclub in der Bundesliga gespielt hat, und Juan Pablo Brzezicki hat es die junge slowakische Kombination sehr schwer. Lopez ist Vierter der Doppel-Weltrangliste und hat schon an der Seite von Rafael Nadal im spanischen Daviscup-Team gespielt.

Die routinierten Mannheimer setzten sich am Ende mit 6:2, 6:4 durch und besiegelten die Düsseldorfer Niederlage. Zum Abschluss unterlagen Gabashvili und Martin Emmrich noch im Champions Tie Break.