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Tennis: Rochusclub so stark wie nie

Tennis: Rochusclub so stark wie nie

Teamchef Detlev Irmler will mit seiner Multikulti-Truppe in der Bundesliga um den Titel mitspielen. Am Freitag startet die Saison.

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p class="text"><strong>Düsseldorf. Fast pausenlos klingelt in diesen Tagen bei Detlev Irmler das Handy. Mal sind es Spieler aus der Mannschaft des Tennis-Bundesligisten Rochusclub, mal ruft ein Sponsor an, um sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. Die Umgangssprache mit den meisten Tennisprofis des Bundesligisten ist Englisch, nur Tomas Behrend und Mischa Zverev sowie Maximilian Scheiter aus dem eigenen Nachwuchs sind Deutsche. Der 32-jährige Behrend spricht fünf Sprachen und ist der sogenannte "Playing Captain" (spielender Kapitän), das Bindeglied zwischen Mannschaft und Teamchef Irmler. Vier Argentinier, zwei Spanier, zwei Tschechen, ein Russe, ein Belgier und ein Franzose - Irmler, ein ehemaliger Daviscupspieler und Tennistrainer, geht mit einer multikulturellen Mannschaft in die Saison. Mittlerweile ist er seit 20 Jahren Teamchef des Rochusclubs, aber der Titel-Coup gelang bisher noch nicht. Eine Vizemeisterschaft war der bisher größte Erfolg für den Rochusclub, bei dem schon ehemalige Tennis-Größen wie Carlos und Albert Costa, Goran Prpic oder Alberto Berasategui im Team standen.

Teamchef Irmler erwartet einen Sechskampf um den Titel

Das Saisonziel definiert der 66-jährige Irmler eindeutig: "Wir wollen um den Titel mitspielen. Der Rochusclub hat die stärkste Mannschaft aller Zeiten." Dass sich die anderen Bundesligisten ebenfalls verstärkt haben, nimmt er zur Kenntnis. "Es wird ein Sechskampf um den Titel. Aachen, Halle, Neuss, Mannheim, Erfurt und natürlich wir haben große Ambitionen." Dementsprechend wird taktiert.

Allein Fabrice Santoro bereitet dem Teamchef Kopfzerbrechen. "Wenn er bei den Masters-Turnieren in Montreal und Cincinatti direkt im Hauptfeld steht und dort nicht durch die Qualifikation muss, darf er nicht in der Bundesliga spielen. Wir hatten ihn bei uns eigentlich für vier Spieltage vorgesehen", so Irmler. Wie oft und gegen wen Santoro nun in der Bundesliga aufschlagen wird, weiß Irmler nicht.