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Tennis: Hoch gelobte Gauchos verpatzen den Start

Tennis: Hoch gelobte Gauchos verpatzen den Start

Aber das Team vom Rochusclub kann in den abschließenden Doppeln noch ein Remis erkämpfen.

Düsseldorf. Da ist der Rochusclub noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Mit einem 3:3-Unentschieden bei Aufsteiger Etuf Essen konnten die Düsseldorfer am Freitag den Start in die Bundesliga-Saison 2008 noch so gerade retten. Und dabei hatten ausgerechnet die zuvor so hochgelobten Argentinier enttäuscht.

Der Tag hatte schon nicht gut begonnen, denn der Regen über der herrlich gelegenen Anlage am Baldeneysee verhinderte den pünktlichen Beginn. Erst mit 63-minütiger Verspätung konnte José Acasuso um 14.03 Uhr den ersten Aufschlag ausführen. Eine Verzögerung, die offensichtlich Gift für das Spiel des 25-Jährigen war, denn er musste sein Service sofort abgeben.

Beim Argentinier in Diensten des Rochusclubs kam so gut wie kein erster Aufschlag, ihm unterliefen viele leichte Fehler, dazu offenbarte er eine ungenügende Laufleistung. Nach nur 21 Minuten hatte ihn sein Gegenüber Guillermo Garcia-Lopez aus Spanien mit 6:0 abgefertigt. Als Acasuso dann endlich besser ins Spiel fand, musste die Partie infolge eines heftigen Gewitters unterbrochen werden. Als es nach fast zwei Stunden endlich weiter gehen konnte, fand Acasuso seinen Rhythmus nicht wieder.

Doch mit dieser argentinischen Enttäuschung nicht genug. Auch Martin Vassallo-Arguello war beim 5:7, 0:6 gegen Landsmann Diego Hartfield der schlechtere "Gaucho". "Das war ein denkbar schlechter Start, jetzt können wir wohl nur noch auf ein Unentschieden hoffen", sagte Teamchef Detlev Irmler.

Dass der Rochusclub überhaupt im Rennen blieb, hatte er ausgerechnet seinem "Oldtimer" Fabrice Santoro zu verdanken. Der auf Tahiti geborene 36-jährige Franzose rang Pablo Cuevas aus Uruguay nieder, der im Mai immerhin die French Open im Doppel gewonnen hatte. "Das war ein tolles Spiel mit dem besseren Ende für mich", so der Franzose.

Die Möglichkeit zum Ausgleich vergab danach Agustin Calleri, der sich in einem hochklassigen Match Philipp Kohlschreiber in drei Sätzen geschlagen geben musste. Doch bot die Leistung des dritten Argentiniers unglücklich verlor er erst im Champions-Tiebreak. Im abschließenden Doppel, das wegen Dunkelheit in der Halle beendet werden musste, gelang dem Rochusclub noch so eben das Remis.