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Taekwondo: Sarah di Sinno schlägt die Weltmeisterin

Taekwondo: Sarah di Sinno schlägt die Weltmeisterin

Gerade mal 18 Jahre ist die Kämpferin des Sportwerks alt, trotzdem holte sie in Polen bereits ihren zweiten internationalen Titel.

Sarah di Sinno ist gerade mal 18 Jahre alt und hat mit den Polish Open in diesem Jahr bereits ihre zweite internationale Landesmeisterschaft im Taekwondo gewonnen. Zuvor war di Sinno bei den Luxemburg Open erfolgreich. Genau wie dort werden der Düsseldorferin nun zwölf Punkte für die Rangliste der Deutschen Taekwondo Union gut geschrieben. Damit übernimmt sie die Ranglistenführung in der Kategorie über 73 Kilogramm.

Vor den Luxemburg Open hatte die Kämpferin des Sportwerks aus Bilk wegen einer Verletzung eine lange Trainings- und Wettkampfpause hinnehmen müssen. „Sarah ist extrem fleißig. Sie ist an mindestens fünf Tagen der Woche bei uns im Sportwerk. Und bei ihrem Talent kann sie Trainingsrückstände schnell wieder wettmachen“, erläutert Sportwerk-Trainer Inan Tunc.

In Warschau ging seine Kämpferin trotzdem ohne große Erwartungen ins Turnier. Sie freute sich einfach darauf, mal wieder auf internationalem Niveau kämpfen zu können. Und internationale Klasse hatte ihre Halbfinalgegnerin, die spanische Nationalmannschaftskämpferin Belen Moran Romero. Di Sinno kontrollierte das Kampfgeschehen trotzdem und sicherte sich in einem taktisch und technisch starken Gefecht den Sieg mit 3:2-Punkten. Die Silbermedaille war ihr bereits sicher, und mit Blick auf die Finalgegnerin sollte es das auch gewesen sein, dachten zumindest alle. Denn im letzten Kampf der Schwergewichtskategorie stand di Sinno der 31-jährigen Französin Anne-Caroline Graffe gegenüber: Olympia-Silber 2012, Weltmeisterin 2011, zwei Mal Europameisterin. Doch die junge Sportwerkerin überraschte Graffe mit plötzlichen Angriffen. So hielt sie den Punkte-rückstand immer in Grenzen und konnte kurz vor Ende des Kampfes die entscheidenden Treffer setzen, die ihr den 7:6-Erfolg bescherten. „Was für ein Super-Einstieg in die Herbstsaison“, jubelte Tunc. „Sarah nimmt alle Tipps sehr schnell auf und kann sie auch im Training und Wettkampf umsetzen. Ich bin stolz auf sie.“