Svenja Ojstersek nimmt in den USA noch mal richtig Tempo auf

Svenja Ojstersek nimmt in den USA noch mal richtig Tempo auf

So viele erfolgreiche Rennen wie in den USA ist die ART-Läuferin bisher noch nie gelaufen.

Svenja Ojstersek wird man in diesem Frühjahr bei keiner Laufveranstaltung in der Region zu sehen bekommen. Die 24 Jahre alte ART-Langstrecklerin läuft nämlich sehr erfolgreich in den USA. Zuletzt steigerte sie sich in Fayetteville (Arkansas) bei einem Einladungsrennen über die 1500-Mete auf eine neue Bestzeit von 4:34,65 Minuten.

„Ich habe richtig Spaß gefunden an den kürzeren Strecken. Straßenlauf gibt es hier in Texas nicht,“ erzählt die Master-Studentin an der renommierten Southern Methodist University (SMU) in Dallas. Dort lebt und studiert sie seit Januar nach ihrem Sieg beim Uedesheimer Silvesterlauf und wurde bereits fünf Tage nach ihrer Ankunft ins kalte Wasser geworfen. Nie zuvor war sie in Spikes auf einer Hallenbahn gelaufen, musste sie gleich auf der für sie sehr kurzen Meilen-Strecke (1609 Meter) ran, natürlich besonders beäugt von ihren starken Konkurrentinen im SMU-Team.

Svenja erinnert sich: „Das lief besser, als ich erwartet hatte, gleich in 4:56 Minuten.“ Ihr starker Einstand steigerte die Hochachtung ihrer Mitstudentinnen, die bereits starke Laufergebnisse aufzuweisen haben. Anschließend ging es voll in der amerikanischen Hallensaison weiter mit vielen Erfolgen und Bestzeiten, die auch für Staunen in Düsseldorf sorgten. „Darüber freue ich mich sehr, dass meine Leistungen in der Heimat verfolgt werden,“ sagt Svenja zu Berichten der WZ.

Dass ihr die Umstellung auf die amerikanischen Verhältnisse nicht leicht fielen, verrät sie auch. „Jetzt habe ich mich aber an das neue Leben gewöhnt, alles läuft normal. Nicht einmal Verletzungen an meinen Füßen hatte ich bisher,“ sagt sie. „Wir haben sehr gute Physios, die sich um alles kümmern.“

In den nächsten Wochen wird sie auch wieder längere Strecken laufen, 10 000 Meter und 5000 Meter auf der Bahn. Auf ihren „ersten Zehner“ freut sie sich und hofft, dass es endlich unter 35 Minuten geht, obwohl ihr Experten sogar bald 33er-Zeiten zutrauen.

„Neben dem Training wird auch viel Wert darauf gelegt, ein guter und fleißiger Student zu sein. Mit dem Masterstudium bin ich zufrieden,“ erklärt Svenja. „Ich habe interessante Kurse, und auch wenn ich nur Abendkurse habe, muss ich viele Analysen/Paper schreiben. Mitte Juni wird Svenja für zwei Monate nach Düsseldorf zurückkehren und auch hier wohl wieder bei Läufen zu sehen sein, ehe es Mitte August für sie in die amerikanische Crosslauf-Saison geht.

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