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Steht die DEG vor der nächsten Pannen-Saison?

Steht die DEG vor der nächsten Pannen-Saison?

Nach Iserlohn-Debakel will das Team heute gegen Nürnberg Wiedergutmachung betreiben.

Düsseldorf. Natürlich war es nicht einfach für Christof Kreutzer, sich am Sonntag in der Eissporthalle am Seilersee nach dem 0:8 bei den Iserlohn Roosters den Fragen stellen zu müssen. Schon beim Gang in die Kabine ließ der Trainer der Düsseldorfer EG erkennen, dass es in ihm mächtig brodelte. Entsprechend knapp aber auch ungewohnt dünnhäutig fielen die Antworten des 47-Jährigen aus. „Wir wollen immer auf drei Punkte spielen, doch das müssen wir mit Geduld machen. Wir waren nach hinten wieder zu offen. Das muss ich für Dienstag anders gestalten.“

Ab 19.30 Uhr soll heute im Rather Dome gegen die Nürnberg Ice Tigers die schnelle Wiedergutmachung her. Sie muss gelingen, denn der Fehlstart mit fünf Niederlagen in sechs Spielen und 30 Gegentreffern ist für die angekündigte Aufbruchstimmung ein Nackenschlag. Für die Außendarstellung des Clubs sind Ergebnisse wie in Wolfsburg und Iserlohn nicht gerade förderlich. 0:7, 0:8 und der letzte Platz scheinen zu signalisieren, dass bei der DEG nichts besser geworden sei und es folglich auch nicht vorwärtsgeht. „Irgendwann werden dann auch unsere treuen Fans sauer“, sagte Angreifer Niki Mondt.

Tatsächlich traten in Iserlohn ein paar Anhänger bereits nach dem ersten Drittel die Heimreise an. Ein Alarmsignal. Dabei konnte die DEG noch für sich reklamieren, dass die ersten zwei Gegentore unglücklich fielen. Dass dies dann aber auch schon den Verlust des Spiels bedeutete, ist die eigentlich erschreckende Erkenntnis.

Wo war der Plan B? Und wo waren die neuen Führungsspieler, die dem Team hätten Halt geben müssen? „Wir dürfen die Niederlage nicht auf unsere Zugänge reduzieren. Keiner von uns ist derzeit in einer besonders tollen Form. Aber wir erhoffen uns von den Neuen für die ganze Saison gesehen schon einen gewissen Schub. Sie wissen schließlich von ihren alten Clubs, wie man erfolgreich sein kann“, sagte Mondt.

Abwehrspieler Tim Conboy sitzt zu oft auf der Strafbank, Rob Collins war noch nie eine Kämpfernatur und dass von den Stürmern Travis Turnbull sowie Michael Davies vor der Saison groß angekündigte blinde Verständnis ist bisher allenfalls in einigen Überzahlsituationen zu erkennen gewesen.

Dazu gibt es kollektive wie individuelle Patzer aller Spieler. „Bisher sind unsere Niederlagen immer nach einem Schema verlaufen: frühe Strafen, früher Rückstand. Es ist schlimm, dass wir dies ansprechen, die Fehler dann aber wiederholen. Danach wollen wir übermotiviert korrigieren, was nun schon zum zweiten Mal zu einer ganz üblen Abreibung geführt hat“, so Mondt.