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Starke Leistung für den TuS Nord trotz Ausscheiden

Rollhockey-Europapokal : Effiziente Italiener sind für Nord eine Nummer zu groß

Die Unterrather verlieren auch das Rückspiel im Europapokal gegen Valdagno 2:7 und scheiden aus.

Andreas Paczia stand wenige Minuten nach der Schlusssirene in den Katakomben der Rollsport-Halle an der Eckenerstraße und brachte den Unterschied des unterhaltsamen Samstagabends auf den Punkt: „Die Italiener sind einfach mega-effizient.“ Damit beschrieb der Kapitän des TuS Nord vor allem die erste Hälfte des Europapokalspiels zwischen seiner Mannschaft und Hockey Valdagno.

Nach dem 2:11 im Hinspiel in Venetien hatte sich der deutsche Vizemeister vorgenommen, im Erstrunden-Rückspiel des World Skate Europe Cups eine bessere Figur abzugeben und das Resultat erträglich zu gestalten. „Die Zuschauer zahlen hier zehn Euro Eintritt. Alleine deswegen wollten wir mehr zeigen als in Italien. Phasenweise hat das auch funktioniert“, sagte Paczia nach dem 2:7 (0:3).

Die Mannschaft von Trainer Robbie van Dooren legte los wie die zum Vergleich oft bemühte Feuerwehr. Doch der TuS schoss vor dem vom glänzend aufgelegten Andrea Bigarella gehüteten Tor so viele Fahrkarten, dass diese bequem für eine Gruppen-Zugreise durch ganz Europa gereicht hätten. Eine Führung nach den ersten sechs, sieben Minuten wäre verdient gewesen. „Wir nehmen die Erkenntnis mit, dass wir mehr aus unseren Chancen machen müssen. Das wissen wir aber schon seit zwei Jahren“, erklärte Tarek Abdalla.

Nach dem frühen Doppelschlag war die Hoffnung dahin

So brachte ein Doppelschlag der Italiener in der zehnten und elften Spielminute die Gäste in Führung und nahm auch den größten Optimisten unter den rund 250 Zuschauern den Glauben an einen Sieg der Unterrather. „Wenn du international das Tor vorne nicht machst, kassierst du es eben hinten. Wir müssen mehr Tore schießen“, sagte Andreas Paczia. Angeführt von Massimo Tataranni und dem überragenden Dario Javier Gimenez Fernandez ließ Valdagno den TuS nun mehr laufen und in der Defensive weniger zu.

Doch sowohl vor der Pause als auch nach dem Seitenwechsel kämpften die Gastgeber aufopferungsvoll. Der starke Luca Brandt, der in Hälfte zwei für Jan Kutscha zwischen die Pfosten rückte, sorgte mit mehreren Paraden dafür, dass auf der rechten Seite der Anzeigetafel lange keine Veränderung zu sehen war. Frenetisch bejubelt wurden von den Zuschauern die beiden TuS-Treffer durch Kapitän Paczia zum 1:4 (44.) und 2:7 (48.). Es war der verdiente Lohn für die tapferen Unterrather, die sich nach einem intensiven und schnellen Spiel erhobenen Hauptes aus dem Europapokal verabschieden konnten.