Skaterhockey: Düsseldorf Rams geben den Wiederaufstieg als Ziel aus​

Skaterhockey : Rams geben den Wiederaufstieg als Ziel aus

Das Skaterhockey-Team verliert nach dem Abstieg auch das Pokalfinale gegen Iserlohn.

Nach dem Abstieg aus der Skaterhockey-Bundesliga wollten die Düsseldorf Rams ihre Saison unbedingt mit einem Erfolgserlebnis beenden. Nach 18 Jahren stand das Team vom Sportpark Niederheid erstmals wieder im Deutschen Pokalfinale. Doch die Saison endete so, wie sie vor einigen Monaten begonnen hatte: mit einer Niederlage. Die Rams mussten sich den Samurai Iserlohn mit 4:10 (2:2, 1:3, 1:5) geschlagen geben und verpassten den Titelgewinn.

Die Finalteilnahme konnte die getrübte Stimmung aber ohnehin nur wenig aufhellen. 2020 müssen die „Widder“ den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Saisonhälfte hat es am Ende nicht mehr für den Klassenerhalt gereicht. Zu groß war der Punkterückstand nach einer völlig verkorksten Hinrunde. Umso erstaunlicher waren die Auftritte bei internationalen Turnieren sowie im Pokalwettbewerb, bei denen die Rams durchweg gute Leistungen zeigten.

„Der Abstieg in die 2. Bundesliga ist schmerzlich. Wir wollen den direkten Wiederaufstieg schaffen und setzen primär auf unseren eigenen Nachwuchs“, sagt Sabine Schmidt, erste Vorsitzende des Vereins. „Hoffnung macht, dass wir bereits dieses Jahr einige sehr gute Nachwuchsspieler integrieren konnten, die sich nächstes Jahr in der 2. Bundesliga weiter entwickeln und beweisen können“, ergänzt Teamleiter Harald Schenkelberg. Durch den Abstieg in die 2. Liga steigt auch der finanzielle Aufwand für den Verein. Es stehen deutlich weitere Auswärtsfahrten an.

Die Gründe für den Bundesliga-Abstieg sind vielfältig. Führungsspieler haben aufgehört oder den Verein gewechselt und nach einer durchwachsenen Vorbereitung war die Mannschaft in der Hinserie nicht stabil genug. Verletzungen, Trainerwechsel, schlechte Stimmung im Team wegen der Niederlagenserie. Ab und an fehlte den Rams aber einfach auch das Spielglück. Die Mannschaft steigerte sich im Verlauf der Saison beachtlich, doch zu oft verließen die „Widder“ im letzten Drittel der Spiele die Kräfte und sie vernachlässigten die Defensivarbeit.

In einigen Wochen steht fest, ob es in die 2. Bundesliga Nord oder Süd geht. Und es wird ein paar Änderungen im Kader geben. „Es wäre toll, wenn wir einige Partner finden, die uns auf dem Weg zurück in die 1. Bundesliga unterstützen würden“, sagt Sabine Schmidt. Dazu soll die Sponsorensuche in den kommenden Monaten intensiviert werden.

Erst im letzten Abschnitt des Finals zieht Iserlohn davon

Im Pokalfinale gerieten die Rams in Unterzahl in Rückstand, glichen jedoch nur 40 Sekunden später durch Christian Schmidt aus. Am Ende des ersten Drittels stand es 2:2, weil Colin Dehnke nach Zuspiel von Robin Wilmshöfer traf. Auch im zweiten Abschnitt wurde verbissen, aber ohne viel Ertrag auf beiden Seiten agiert. So fiel das 2:3 aus Sicht der Rams erst in der 32. Minute. Die Samurai wurden effektiver und gingen mit einer 5:3-Führung in die zweite Pause. Jonas Heupel hatte zwischenzeitlich verkürzt.

Es ging ins letzte Drittel und wie so oft in dieser Saison ließ die Konzentration und Schussgenauigkeit bei den Rams nach. Bis zur 51. Minute zogen die Samurai auf 8:3 davon. Damit war das Finale entschieden. Den Rams gelang noch ein Tor durch Colin Dehnke, doch sie kassierten auch noch deren zwei. Fast schon sinnbildlich für die Saison der Düsseldorfer war dann der Lichtausfall in der Halle in Assenheim während der Siegerehrung.

Ein paar Stunden zuvor standen sich die U 16 der Rams und der Crash Eagles aus Kaarst im Pokalfinale der Junioren gegenüber. Bis zur 28. Minute hatten sich die Kaarster eine 5:1-Führung herausgespielt — zu viel für die Rams, die die Begegnung mit 3:8 (0:2, 2:3, 1:3) verloren.