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Hockey: Sieglos — der traurige Abgang in die Oberliga

Hockey : Sieglos — der traurige Abgang in die Oberliga

Der DSD hat in der 2. Bundesliga in diesem Winter keinen Sieg eingefahren. Künftig setzt der Club mehr auf die Jugend.

Düsseldorf. Mittlerweile haben auch alle Rechenspiele keinen Zweck mehr. Der Abstieg der Hallenhockeyspieler des DSD aus der 2. Bundesliga ist nun auch rechnerische Gewissheit. Weil die Mannschaft von Teammanager Holger Muth am Wochenende auch das achte und neunte Saisonspiel als Verlierer beendete, ist der Rückstand zum rettenden Ufer unerreichbar groß geworden. Die Grafenberger stehen ein Spieltag vor dem Saisonende als punktloser Tabellenletzter und klarer Absteiger fest.

„Der Abstieg überrascht keinen mehr. Die anderen Teams waren auch klar besser dieses Jahr“, stellte Holger Muth nüchtern fest. Trotzdem hält sich der Ärger über den verpassten Ligaverbleib in Grenzen. „Unsere Mannschaft ist jung und entwickelt sich erst. Diese Saison war, wenn man so will, eine Investition in die Zukunft“, sagte Muth. Nach dem Abgang einiger Leistungsträger war der DSD ohnehin mit geringen Hoffnungen auf den Nichtabstieg in die Saison gestartet. Insbesondere der Wechsel von Toptorjäger Daniele Cioli zu Erstligist und Lokalrivale DHC erwies sich als nicht zu stemmende Hypothek. „Ein Spieler, der konstant ins Tor trifft, hat uns diese Saison ganz klar gefehlt“, sagte Teammanager Muth. Auch der Einsatz von erfahrenen Spielern wie Kapitän Sebastian Scheurer oder den bundesligaerfahrenen Sebastian Pelzer, Lukas Roloff und Spielertrainer Tobias Bergmann reichte nicht, um in der ausgeglichenen zweiten Liga bestehen zu können.

Die Torbilanz von 29 zu 65 Treffern spricht Bände. Vor allem in den engen Spielen war der DSD am Ende einfach nicht ausgeglichen und erfahren genug besetzt. Wie am vergangenen Sonntag, als Muths Mannschaft gegen den designierten Aufsteiger aus Kahlenberg ein 4:4 bis zur Mitte der zweiten Hälfte hielt, am Ende aber 4:7 verlor. Die mangelnde Erfahrung ist leicht zu begründen: Der DSD baute mit Blick in die Zukunft auf viele junge Kräfte aus der clubeigenen Nachwuchsabteilung und setzte diese konsequent ein. Bis zu fünf A-Jugendliche standen bei Zweitligaspielen des DSD in dieser Saison bei Meisterschaftsspielen im Kader.

„Da geht keiner“, sagte Holger Muth entschieden. Der Abstieg soll für die Grafenberger nur eine Randnotiz bleiben. Die langfristige Entwicklung einer neuen Mannschaft steht für die Rot-Schwarzen im Vordergrund. Viel wichtiger als der Ligaverbleib in der Halle, ist Muth und seiner Truppe der Klassenerhalt auf dem Feld. Dort startet im April die Rückrunde in der Regionalliga. Im abschließenden Zweitligaspiel in der Halle — am Sonntag in Oberhausen — geht es für den DSD erneut nur darum, weitere Erfahrungen zu sammeln.