Handball: Siege in Testspielen zählen nicht

Handball: Siege in Testspielen zählen nicht

Es wird ernst: Am Sonntag starten die Fortuna-Handballerinnen in die Saison. Sie wollen in die Nordrheinliga.

Düsseldorf. Für die Oberliga-Handballerinnen von Fortuna Düsseldorf hat die Qualifikation zur Nordrheinliga in der Spielzeit 2016/2017 höchste Priorität. Die Verantwortlichen der Rot-Weißen haben den Kader im Vergleich zur vergangenen Saison etwas verändert und einen Umbruch eingeläutet. So verließen den Verein gleich fünf Spielerinnen, drei Neue konnten dazu gewonnen worden. Am Sonntagmittag (13 Uhr, Sporthalle an der Graf-Recke-Straße) kann der neue Kader dann gleich zeigen, wie weit er schon ist, dann starten die Frauen der Fortuna mit einem Heimspiel gegen den TV Lobberich in die neue Spielzeit.

In bestechender Frühform präsentierten sich die Rot-Weißen bereits am vergangenen Sonntag beim Testspiel gegen den Drittligisten Borussia Dortmund II im Rahmen der Saisoneröffnung der Fortuna. Am Ende gewannen die Düsseldorferinnen klar mit 33:26, doch Allnoch warnt Team und Umfeld: „Am Sonntag beginnen wir wieder bei Null und für Erfolge bei Testspielen gab es noch nie Punkte. Ina und ich würden uns freuen, wenn wir am Sonntag gegen Lobberich an die gute Leistung gegen Dortmund anknüpfen könnten und unseren Zuschauern wieder schönen Handball präsentieren könnten.“

Handball spielen — das ist auch eines der Ziele, die sich das Trainergespann Mollidor, die das Zepter als Nachfolgerin von Heike Stanowski in der vergangenen Saison verantwortlich übernahm, und Allnoch für die neue Saison vorgenommen hatte. „Gegen Dortmund haben wir Spielabläufe gesehen, die wir trainiert haben, in der Deckung sind wir flexibler. Zudem sind wir technisch versierter. Ina hat seit ihrer Übernahme einfach etwas Innovatives reingebracht“, berichtet Klaus Allnoch.

Trotz des eingeleiteten Umbruchs gehen die Handballerinnen optimistisch in die neue Saison. Denise Giesler, Judith Berger (beide Handballpause) Elke Stanowski (Karriereende), Kyra Teixeira da Silva (TuS Lintfort) und Katharina Esch (TV Witzhelden) verließen den Club. In Eileen Neumann (SV Werder Bremen II), Christin Wendland (Fortuna Brandenburg) und Julia Russek (JSG TVK/ART) fand die Fortuna drei Spielerinnen, die das Team zum einen verjüngen, zum anderen auch verstärken werden.

Ganz zur Freude von Klaus Allnoch: „Christin ist eine technisch gute Spielerin, die vielseitig einsetzbar ist. Eileen ist groß gewachsen und wurfgewaltig. Julia ist pfeilschnell und kann uns mit ihrem Potenzial viel Freude bereiten“, beschreibt der Trainer seine neuen Spielerinnen.

Am Sonntag gastiert im TV Lobberich eine Mannschaft in der Sporthalle an der Graf-Recke-Straße, die eines der jüngsten Teams in die diesjährige Oberliga schickt. Die Mannschaft von Trainer Marcel Schatten wurde vor allem mit eigenen A-Jugendlichen aufgefüllt.

„Wir wollen unser Auftaktspiel auf jeden Fall gewinnen, so werden wir auch ins Spiel gehen. Wir müssen unser Spiel spielen“, sagt Klaus Allnoch mit Blick auf die möglichen ersten beiden Zähler der Handball-Saison 2016/2017.

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