Siege für Nikki Johnstone und Svenja Ojstersek

Siege für Nikki Johnstone und Svenja Ojstersek

Heftige Winde begleiten die Veranstaltung in Neuss.

„Wer denn sonst“, fragte eine Zuschauerin als das über 900-köpfige Läuferfeld auf dem Rheindeich in Neuss-Uedesheim den Kampf gegen den heftig hemmenden Wind aufnahm, und die Frage nach dem Sieger aufgekommen war. „Ja, wer denn sonst als Nikki Johnstone“, lautete die Erwartung der meisten Zuschauer, die DEG- und Fortuna-Stadion-Moderator André Scheidt mal wieder originell und informativ auf dem Laufenden hielt.

Zur Überraschung vieler hatte sich an der Startlinie auch der in Düsseldorf von seinen früheren Rennen für den TV Angermund und ART bekannte Vitali Rybak (Essen) eingefunden. Johnstone und Rybak begrüßten sich kurz mit Handschlag und stürmten in den Wind davon. Nicht lange kam der aus der Ukraine stammende DM-Dritte im Halb-Marathonlauf von 2014 mit Johnstone mit. „Bei fünf Kilometer hat Nikki schon 100 Meter Vorsprung“, verkündete Scheidt. Im Ziel waren es sogar 50 Sekunden. Jubelnd und umjubelt rannte Johnstone auch die Rampe zur Rheinfähre herunter mit großem Beifall im Silvesterfeuerwerk. „Hat alles gut geklappt“, freute sich Johnstone. Der 33-Jährige hatte sich fest vorgenommen, „endlich auch in Neuss beim Silvesterlauf zu gewinnen.“ Insgesamt hatte er im Jahr 2017 alle vier große Rennen in Neuss gewonnen, von seinen fünf Düsseldorfer Läufen auf der Halb-Marathonstrecke gewann er vier und unterlag nur beim Kö-Lauf einem Läufer aus Marokko.

Bereits ihren dritten Sieg beim Neusser Silvesterlauf schaffte die 23-jährige Svenja Ojstersek (ART) bei den Frauen. „Der Wind hat mich stark gebremst“, sagte die Siegerin über die schwierigen Bedingungen. Am Ende waren es nach guten 37:10 Minuten immerhin noch 81 Sekunden Vorsprung vor der Landshuterin Monika Rausch und der 20 Jahre alten ART-Kollegin Dioni Gorla, die bei diesen ungünstigen Bedingungen erstmals im Jahr 2017 unter 40 Minuten (39:38) blieb.

Beim Silvesterlauf auf dem Gelände des Weltkulturerbes „Zeche Zollverein“ in Essen schaffte der 32-jährige Alexander Goßmann (SFD 75) nach 33:58,8 Minuten wie im Vorjahr Rang zwei und verlor nur knapp gegen den Ex-SFD-Kollegen David Sudowe (Essen) (33:51 Minuten). Beim mit der nationalen Elite besetzten Silvesterlauf in Bietigheim über 11,1 Kilometer belegte von den ART-Topläufern der DM-Dritte im 10 000-Meter-Lauf Sebastian Reinwand in 34:01 Minuten als bester Düsseldorfer den vierten Platz. B.F.