Vorletzte Regatta am Bodensee Düsseldorfer Segler reisen selbstbewusst in den Süden

Düsseldorf · Bei der zweiten Bodensee-Regatta will der Segel-Bundesligist DYC seinen Vorsprung auf die Abstiegsplätze verteidigen.

 Steuert das Boot auch bei der zweiten Bodensee-Regatta: Alexander Swade (vorne) vom Segel-Bundesligisten DYC.

Steuert das Boot auch bei der zweiten Bodensee-Regatta: Alexander Swade (vorne) vom Segel-Bundesligisten DYC.

Foto: DSBL/Lars Wehrmann

Steuermann Alexander Swade, Patrick Treichel und Julius Schrader fuhren zu dritt zum Trainingswochenende auf den Wannsee nach Berlin. Für die Meisterschaftsregatta in der ersten Deutschen Segel-Bundesliga (DSBL) auf dem Bodensee vor Überlingen (Freitag bis Sonntag) wird das Trio vom Düsseldorfer Yachtclub (DYC) mit Piet Strom jedoch um einen weiteren Mann ergänzt, weil immer vier Segler eines Erstligaklubs auf einem Bundesliga-Einheitsboot J70 die Wettfahrten bestreiten müssen. „Piet war zur Trainingssession in Berlin verhindert, deshalb haben wir für den Donnerstagnachmittag auf dem DSBL-Revier noch eine mehrstündige Trainingseinheit mit der gesamten Crew angesetzt“, verrät Swade. „Das Boot ist jedenfalls bei der Liga gebucht.“

Da sollen die alten Automatismen bei den Manövern wieder zum Leben erweckt und die Abstimmung untereinander perfektioniert werden. „Wir haben in dieser Besetzung schon ein paar Bundesliga-Regatten gesegelt“, erläutert Swade. „Da müssen wir uns nur wieder etwas eingrooven, um die Feinabstimmung wieder herzustellen.“

Das Selbstbewusstsein, die Ziele des DYC für Überlingen zu erreichen, ist groß. Platz zwölf unter den 18 Erstligisten sollte es schon sein, um den Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsplätze zu verteidigen. Mit Swade, Treichel und Strohm sind drei der vier Düsseldorfer wieder an Bord, die in der vergangenen Saison vor Travemünde auf der Ostsee auf den dritten Rang der damaligen DSBL-Regatta gesegelt sind. Ersterer steuerte vor drei Wochen zudem die DYC-Mannschaft beim DSBL-Meisterschaftevent auf Platz acht. Diese Ergebnis zu wiederholen. wird nach Swades Einschätzung allerdings alles andere als leicht. „Einige der Klubs, die in der Abstiegszone platziert sind, gehören da eigentlich nicht hin. Ich rechne damit, dass in Überlingen und bei der Schlussregatta in Hamburg einige Klubs mit ihrer Bestbesetzung antreten werden“, so der DYV-Steuermann.

Beste Erfahrungen
mit schwachen Windverhältnissen

Dass Swade auch die zweite Meisterschaftswettfahrt in der DSBL auf dem Bodensee für den DYC steuern wird, ist indes nicht die Reaktion auf das gute Ergebnis, das Swade vor Kurzem vor Konstanz erreichte. „Wir haben die Crewplanung für die gesamte Saison schon vor der ersten DSBL-Regatta erarbeitet und da war Alex für beide Bodensee-Events vorgesehen“, verrät der Sportliche Leiter des DYC-Bundesligakaders, Jan-Philipp Hofmann, und fügt hinzu: „Dass es bei dem DSBL-Event in Konstanz für uns und Alex so gut geklappt hat, ist gut für das Selbstbewusstsein bei der zweiten Bodensee-Regatta.“

Und Swade hat eben die besten Erfahrungen mit den mal wieder am Bodensee erwarteten schwachen Windverhältnissen. „So wie es aussieht, wird es wieder genauso wenig Wind geben, wie vor drei Wochen. Da wurden von den geplanten 16 Wettfahrten pro Verein nur sechs tatsächlich gesegelt“, erinnert sich Swade. „Das heißt für die anstehende Regatta vor Überlingen, dass wieder die ersten Etappen sitzen müssen. Wer weiß, wie viele es insgesamt geben wird.“

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