Schiri aus dem Verkehr ziehen

Es war schlichtweg ein Skandal, der sich in den letzten zehn Minuten des Spiels gegen Heidenheim abgespielt hat. Ein Schiedsrichter, dem alles entgleitet — so etwas hat selbst ein Trainer wie Friedhelm Funkel in seinen 27 Profi-Jahren noch nicht erlebt.

Das wird alles ein Nachspiel haben. Doch leider werden wohl eher die Spieler bestraft, die sich außerhalb des Wirkungsbereiches des Schiedsrichters ungeahndet Entgleisungen geleistet haben. Allerdings müsste eher der Unparteiische aus dem Verkehr gezogen werden, weil er offensichtlich keinerlei Stressresistenz besitzt.

Das Unentschieden ist letztlich gerecht. Die Leichtigkeit, Frische und Spielfreude ist bei Fortuna ein wenig dahin. Zudem ist bereits ein wenig der Druck auf den Tabellenführer zu spüren, der sich möglichst keine Blöße geben will. Trotzdem ist es unverständlich, dass ein zum Glück nur kleiner Teil des Publikums die Spieler der Fortuna mit Pfiffen in die Pause verabschiedet hat. Dabei ist es wichtig, gerade jetzt, wenn nicht alles von alleine läuft, Geduld zu bewahren. Die Mannschaft von Friedhelm Funkel hat bis jetzt schon deutlich mehr erreicht, als es ihr viele zugetraut haben. Da haben die Spieler auch jetzt viel mehr Vertrauen verdient. Selbst eine Niederlage wäre in dieser Situation verzeihlich gewesen, weil die Einstellung — bis auf das Spiel in Fürth vielleicht — immer gestimmt hat. Einen Durchmarsch kann doch niemand ernsthaft von Fortuna trotz gestiegener Ansprüche erwarten. Das wäre anmaßend, auch wenn die Konkurrenz innerhalb der Liga — von Kiel einmal abgesehen — nicht gerade durch glanzvolle Leistungen Ansprüche erhebt, an der Besetzung der ersten beiden Plätze zu rütteln.