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DHC-Damen: Rückflug fällt mit Sieg im Gepäck leichter

DHC-Damen : Rückflug fällt mit Sieg im Gepäck leichter

Der Aufwand hat sich gelohnt: Am Samstag gelingt ein Sieg gegen Mülheim, am Sonntag einer knapper in München.

Düsseldorf. „Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. So hat sich wenigstens der große Aufwand gelohnt“, sagte Nico Sussenburger und stieg kurz später mit seiner Mannschaft in den Flieger zurück nach Düsseldorf. Das 1:0 am Sonntag beim Münchner SC war ein wichtiger Sieg für die Psyche des Hockey-Bundesligisten DHC. „Nachdem wir morgens schon hier hingeflogen sind, will ich mir gar nicht vorstellen, wie die Laune bei einer Niederlage ausgesehen hätte“, erklärte Trainer Sussenburger. Weil seine Mannschaft aber routiniert und abgeklärt aufgetreten war, darf der Auswärtssieg in der bayrischen Landeshauptstadt durchaus als verdient bezeichnet werden.

Am Samstag bereits hatte der DHC auf heimischen Feld gegen Uhlenhorst Mülheim mit 2:1 gewonnen, so dass es insgesamt ein perfektes Wochenende für die Oberkasselerinnen war. Durch die sechs Punkte zog die Mannschaft zudem in der Tabelle mit dem Tabellenvierten Club an der Alster aus Hamburg gleich. Platz vier berechtigt zum Ende der Hauptrunde zur Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft und ist das erklärte Ziel der Rot-Blauen.

Nach holprigem Saisonstart besannen sich die DHC-Damen auf alte Tugenden und stärkten die Defensivarbeit. „Wir mussten unser Abwehrsystem umstellen, das hat schon ein wenig gedauert“, erklärte Coach Sussenburger, der auf das Fehlen von Nationalspielerin Annika Sprink verwies. „Wenn dir die beste Abwehrspielerin der Bundesliga langzeitverletzt fehlt, ist das nicht mal eben so wegzustecken.“ Gegen Mülheim und München bewies der DHC aber, dass es auch ohne Sprink in der Defensive funktioniert. Die stabile Abwehr vor Torhüterin Nathalie Kubalski war letztlich die Basis für die Siege.

In der Offensive zeigte der DHC dabei zwei ganz unterschiedliche Leistungen. Im Heimspiel gegen Mülheim ließ das Team zahlreiche gute Tormöglichkeiten liegen. Sabine Markert und Isabel Maas trafen zum letztlich überfälligen Sieg. Am Sonntag in München entschied ein perfekt vorgetragener Konter das Spiel. Am Ende versenkte Neu-Nationalspielerin Alisa Vivot den Ball per Rückhandschuss zum goldenen 1:0. „Von diesen Spielerinnen kannst du gar nicht genug im Kader haben“, lobte Nico Sussenburger seine Stürmerin. „Das Tor war schon wirklich Extraklasse.“

Der Auswärtssieg in München freute den Trainer ganz besonders. Denn die Strapazen für die DHC-Damen waren an diesem Doppelwochenende tatsächlich außergewöhnlich hoch. Auf das Spiel am Samstag folgte ein früher Flug in den Süden am Sonntagmorgen. „Danach hatten wir gar nicht richtig Zeit, um noch einmal zu essen, sondern es ging sofort aufs Feld. Dort haben es die Mädels dann aber richtig toll gemacht“, resümierte Sussenburger zufrieden.

Den kommenden Wochen kann der Trainer nun etwas entspannter entgegen blicken. Seine Damen scheinen wieder im Rhythmus zu sein, und die defensive Stabilität war bereits in der Vergangenheit die Basis für die Erfolge des DHC. Dass nur der Tabellenführer aus Mannheim weniger Tore kassiert hat, darf durchaus als Gütesiegel der Düsseldorferinnen verstanden werden.