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Rollhockey: „Bin kein Trainer für eine Thekentruppe“

Rollhockey: „Bin kein Trainer für eine Thekentruppe“

Hans-Werner Meier holt als neuer TuS-Nord-Trainer Markus Frett zurück.

Düsseldorf. Für seine Freunde und für Kenner der Rollhockey-Szene heißt er einfach "Alfredo". Hans-Werner Meier ist der neue Mann an der Bundesliga-Bande des TuS Nord. Binnen kurzer Zeit ist der 60-jährige Duisburger mit seinen straffen Vorstellungen und großen Ambitionen zu einem regelrechten Hoffnungsträger avanciert. In seinem Urlaub im fränkischen Altmühltal sprach der Trainerfuchs mit der Westdeutschen Zeitung.

Herr Meier, wie kommen Sie als Jugendtrainer der RESG Walsum zum TuS Nord?

Meier: Im Februar ist TuS-Spieler Julian Brügmann an mich herangetreten. Er meinte, dass ich der richtige Mann für die Truppe sein könnte, zumal die Spieler damals mit dem Trainer nicht zufrieden waren. Im Gespräch mit dem Vereinsvorstand konnten wir uns dann einigen. Es war wochenlang eigentlich ein offenes Geheimnis, dass ich der neue Trainer sein würde.

Welche Ziele setzen Sie sich nach einer eher enttäuschenden Saison 2007/2008?

Meier: Ich habe gleich zu Anfang klar gestellt, dass ich kein Trainer für eine Thekentruppe bin. Grundsätzlich lautet mein Ziel "Deutsche Meisterschaft". Dass das auf Anhieb nicht klappen wird, ist klar. Zunächst will ich ein professionelles Umfeld schaffen und mit einem Torwart- und einem Konditionstrainer zusammenarbeiten. Die Spieler werden sich an die Härte des Trainings gewöhnen müssen.

Disziplin und Einsatz stehen bei Ihnen im Vordergrund?

Meier: Ja. Was ich von mir verlange, verlange ich auch von meinen Spielern. Wir werden mit System und offensiv ausgerichtet spielen. Das bedeutet auch, dem Gegner unser System aufzuzwingen. Ich erwarte, dass wir so mit dem Großteil der Liga mithalten können, dazu gehört immer größter Einsatz bis zur Schlusssirene.

Der TuS gehört zu den jüngsten Teams der Liga. Eine Chance für die Zukunft?

Meier: Auf jeden Fall. Ich war noch nie ein Mann, der auf die benachbarten Vereine schielt. Das Kapital eines Vereins ist immer der eigene Nachwuchs, und ich werde versuchen, das vorhandene Potential aus allen Spielern herauszukitzeln. Wir werden eine gute Vorbereitung absolvieren und die Nachwuchskräfte langsam ans Team heranführen.

Und auch Torjäger Markus Frett konnte wieder ins Boot geholt werden.

Meier: Das ist richtig. Wir haben uns eine Stunde lang unterhalten und er war von meinem Konzept angetan. Er will wieder spielen. Ich bin davon überzeugt, dass wir zusammen mit Markus eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine gestellt bekommen.