Rochusclub punktet nach Schockmoment

Rochusclub punktet nach Schockmoment

Beim 3:3 in Reutlingen erleidet Matwe Middelkoop im Einzel einen Kreislaufkollaps. Teamchef Irmler gibt schnell Entwarnung.

Glückwünsche zum Klassenerhalt wollte Detlev Irmler gestern noch nicht annehmen. „Das sieht jetzt gut aus. Aber in der Liga ist einiges im Gange, was so nicht zu erwarten war“, sagte der Teamchef des Rochusclubs Düsseldorf. Seine Mannschaft hatte beim sieglosen TV Reutlingen unter schwierigen Begleitumständen ein 3:3 erkämpft und damit den wichtigen siebten Pluspunkt für die Tabelle in der Tennis-Bundesliga gesammelt. Dennoch wollte sich Irmler nicht festlegen: „Wir haben unsere Pflicht erfüllt. Aber selbst Reutlingen hat als Tabellenletzter noch alle Chancen“, erklärte der 76-Jährige.

Beim Stand von 2:2 nach den Einzeln konnte der Teamchef in Baden-Württemberg nur noch ein Doppel ins Rennen schicken. Der Grund: Matwe Middelkoop erlitt in seinem Einzel gegen Michael Berrer beim Stand von 6:7 und 1:3 einen Kreislaufkollaps. Dank Infusionen konnte dem Niederländer schnell geholfen werden. An ein Doppel mit seiner Beteiligung war aber nicht mehr zu denken. „Matwe sagt immer, dass ihm nichts passieren könnte, weil er ein ,Biest’ sei. Zum Glück waren seine Blutwerte hinterher in Ordnung. Aber eine Kaulquappe sieht schöner aus als er nach dem Hitzschlag“, beschrieb Irmler den Schockmoment für Spieler und die 400 Zuschauer in Reutlingen.

Ohne Middelkoop und den nur für das Einzel verpflichteten Pedro Sousa, musste der Rochusclub eines der beiden Doppel kampflos abgeben. Mats Moraing und Middelkoops normaler Doppelpartner Sander Arends sicherten beim Zwischenstand von 2:3 aber doch noch das Remis gegen Andrea Arnaboldi/Michael Berrer. „Da haben beide ihre Fähigkeiten gezeigt“, sagt Irmler nach dem 6:3 und 6:1. Moraing hatte in seinem Einzel im Champions-Tie-Break gegen Lorenzo Giustino gewonnen und seine „weiße Weste“ in dieser Saison gewahrt. Für den wichtigen zweiten Punkt im Einzel hatte Sousa gesorgt.