So kommen die Vikings nicht aus dem Tabellenkeller raus

Handball : Bei den Vikings stimmt es weder im Angriff noch in der Abwehr

Die klare 22:27 (10:12)-Niederlage der Vikings gegen den ASV Hamm Westfalen macht keine Hoffnung.

Der HC Rhein Vikings bleibt tief im Tabellenkeller der zweiten Handball-Bundesliga. Die klare 23:28-Niederlage gegen den ASV Hamm Westfalen ist ein weiterer Schlag gegen die Bemühungen nach der Trainer-Entlassung von Ceven Klatt sportlich wieder auf die Beine zu kommen. Interimstrainer Jörg Bohrmann hat es (noch) nicht geschafft, die bisher immer vorhandene Abwehrstärke zu erhalten und gleichzeitig mehr Gefahr in die Offensivbemühungen zu bekommen. Viel zu oft scheiterten die Vikings an der Abwehr und vor allem am Torwart der Gäste, Oliver Krechel.

Von einem Konzept war im Spiel der Vikings wenig zu erkennen. Einfache Tore waren Mangelware für die Gastgeber, die zu oft unkonzentriert und überhastet abschlossen. Hätte Vladimir Bozic nicht so einen starken Tag gehabt, wäre es bereits zu Beginn zu einem größeren Vorsprung der Westfalen gekommen, die wenig Schwierigkeiten hatten, immer wieder ein Lücke im Abwehrverbund der Düsseldorfer zu finden, die zudem erneut kein Spielglück hatten.

Zwischzeitlich ließen die Gäste
die Vikings noch einmal heran

Gerade im Rückraum lief es nicht so. Es sieht fast so aus, als hätte eine andere Mannschaft im ersten Heimspiel gegen des HSC Coburg ein Unentschieden geholt. Im Vergleich dazu spielt die Mannschaft der Wikinger nun mindestens eine Klasse schlechter und macht deutlich mehr Fehler. Im Angriff funktionierten zunächst die Versuche über die Außen sehr gut, zudem zeigte Christian Hoße (auch von der Siebenmeter-Linie) eine ansprechende Leistung und konnte immer wieder den Abstand mit seinen Toren verringern.

Dabei hatte es gut angefangen. Lange hatte die Gäste große Probleme. Doch dann fanden sie ein Mittel, sie warteten mit Geduld auf die Fehler der Vikings. Und die kamen. „Wir haben drei Gegenstöße und 13 freie Bälle liegen gelassen“, sagte Bohrmann. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“ Das sahen die wenigen Zuschauer (es waren höchstens 500 im Castello) auch im weiteren Verlauf des Spiels. Der letzte Ausgleich gelang den Gastgebern in der 37. Minute, als sie von 11:14 noch einmal zum 14:14 herankamen und  Hoffnung aufkam. Dann zogen die Gäste schnell davon. Zwischendurch hieß noch einmal 18:20, doch danach gelang nicht mehr viel. Beim Gegentreffer zum 19:24 sechs Minuten vor dem Ende war das Spiel dann endgültig gegen die Platzherren entschieden.

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