Seit Montag läuft das Insolvenz-Verfahren des HC Rhein Vikings

Handball 2. Liga : Insolvenz-Verfahren der Vikings läuft

TuS Ferndorf ist der nächste unmögliche Auftrag für den Tabellenletzten.

Beim Gastspiel des HC Rhein Vikings beim TuS Ferndorf am heutigen Abend gibt es ein Wiedersehen mit Marijan Basic, der 2017 mit dem Neusser HV in die 2. Handball-Bundesliga aufstieg. Sportlich sind die letzten zehn Auftritte der Wikinger im Unterhaus der Bundesliga bedeutungslos, denn der Abstieg ist längst besiegelt und der Neuanfang in der 3. Liga West beschlossene Sache. Unterdessen wurde am vergangenen Montag das Insolvenzverfahren eröffnet.

Marijan Basic schloss sich 2016 dem ART Düsseldorf an. Er war damals einer der ersten Spieler, die den Verein verließen, nachdem der Klub aus Rath finanziell ins Wanken geriet. Er wechselte im Dezember zum Neusser HV und feierte dort den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga. Wenig später gingen der ART Düsseldorf und der Neusser HV den gemeinsamen Weg und gründeten den HC Rhein Vikings. Diesen ging Marijan Basic nicht mit, er kehrte nach Ferndorf zurück.

Heute treffen die Rhein Vikings auf Marijan Basic und den starken Aufsteiger aus Ferndorf, der mit 31:25 Zählern Platz acht belegt. Spieler wie Mikkel Moldrup, Bennet Johnen oder auch Niklas Weis haben noch in Neuss mit dem Kroaten in Neuss zusammen gespielt.

„Für uns geht es einfach weiter darum, dass die jungen Spieler ihre Erfahrungen in der 2. Bundesliga sammeln können“, sagt Daniel Pankofer, Geschäftsführer der Rhein Vikings. Auch wenn beim Tabellenletzten Ruhe eingekehrt ist, arbeitet man hinter den Kulissen intensiv am Kader der neuen Saison. Die ersten Vertragsverlängerungen konnte  Pankofer bereits bekanntgeben. „Ich bin zuversichtlich, dass wir bald weitere Personalien verkünden können“, sagt der Geschäftsführer.

Auf das Insolvenzverfahren angesprochen, verweist Pankofer auf die Düsseldorfer Rechtsanwaltskanzlei Piepenburg – Gerling. Am 11. Februar gab der Klub bekannt, dass die Geschäftsführung der Rhein Vikings Spielbetriebs- und Marketing GmbH vorsorglich aufgrund zu erwartender Liquiditätsmängel Insolvenz anmelden musste. Rechtsanwalt Horst Piepenburg, der als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt wurde, bestätigte unserer Zeitung auf Anfrage, dass das Insolvenzverfahren am 1. April eröffnet wurde. „Es hat aber keinen Einfluss auf den Spielbetrieb“, erklärt Piepenburg.

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