1. NRW
  2. Düsseldorf
  3. Lokalsport
  4. Rhein Vikings

Manager Frank Flatten: „Der Spaßfaktor ist wichtig“

Manager Frank Flatten: „Der Spaßfaktor ist wichtig“

Interview: Manager Frank Flatten hofft auf einen Schub im Düsseldorfer Spitzenhandball. Ein Sieg im Pokal wäre ein wichtiger Schritt.

Düsseldorf. Die HSG Düsseldorf steht vor ihrem Spiel des Jahres. Mittwoch (20.15 Uhr, Philipshalle) empfängt der Handball-Zweitligist im Viertelfinale des DHB-Pokals mit der HSG Nordhorn eines der Topteams in Deutschland. Mit einem Sieg könnte sich die Mannschaft von Georgi Sviridenko für das "Final Four"-Turnier in Hamburg qualifzieren. Nach dem Abstieg in der vergangenen Saison wäre das endlich wieder ein großer Erfolg für die Düsseldorfer im Konzert der Großen. Vor dem Pokalkracher sprach die WZ mit Manager Frank Flatten über das heutige Spiel, Ziele und Aussichten für diese Saison.

Herr Flatten, das Pokalspiel gegen Nordhorn steht bevor, welche Erwartungen haben Sie?

Frank Flatten: Ich hoffe, dass die HSG Düsseldorf mit viel Glück auf sich aufmerksam machen und gewinnen kann. Nur so kann Handball in Düsseldorf wieder aus dem Dornröschenschlaf erwachen. Wir wissen, dass wir Außenseiter sind. Bei uns muss alles passen, beim Gegner nicht, dann haben wir eine Chance.

Welche Bedeutung hätte ein Sieg für die HSG Düsseldorf?

Flatten: Wir würden wieder international im Geschäft sein. In Düsseldorf war die ehemalige Turu, unser Vorgänder-Verein, 1989 IHF-Pokalsieger. Ich glaube, dass der Traum jedes Spielers im Team das Final-Four-Turnier ist. Schon als Pokal-Vierter ist man international startberechtigt.

Nordhorn ist Tabellenvierter in der Bundesliga, ein sehr interessanter Gegner also. Welche Resonanz gab es bislang im Vorverkauf?

Flatten: Ich gehe davon aus, dass wir in jedem Fall den Unterrang voll haben, das wären 1800 Zuschauer. Ich hätte nichts dagegen, wenn wir auch den Oberrang öffnen müssten. Die Unterstützung von den Rängen ist für uns wichtig und würde der Mannsschaft sehr helfen. Die Spieler sind heiß, sie wollen unbedingt nach Hamburg.

Zu Beginn der Saison lief es bei der HSG nicht so gut, mittlerweile hat sich die Mannschaft gefangen, Woran liegt es?

Flatten: Die Zusammenarbeit zwischen Trainer Georgi Sviridenko und der Mannschaft läuft jetzt viel besser, das war anfangs nicht der Fall. Wir haben diese Fehlentwicklung im Team gespürt und alle zur Raison gerufen. Für Georgi Sviridenko war Düsseldorf auch Neuland. Er war als harter Hund bekannt, jetzt legt er viel mehr Wert auf Gemeinsamkeit und Kooperation. Der Spaßfaktor ist bei uns ganz wichtig. Seine fachliche Kompetenz stand allerdings nie zur Diskussion.

Ist der Wiederaufstieg in die Bundesliga jetzt wieder das Ziel?

Flatten: Wir denken realistisch. Momentan wollen wir als Zweiter zumindest in die Relegation. Falls Dormagen noch einmal verlieren sollte, haben wir den direkten Aufstieg selbst in der Hand. Im ersten Jahr nach dem Abstieg müssen wir nicht unbedingt aufsteigen, im zweiten Jahr sollten wir es aber schaffen.

Was muss sich im Aufstiegsfall Ihrer Meinung nach ändern?