HSG sucht noch einen Spieler von Hribars Kaliber

HSG sucht noch einen Spieler von Hribars Kaliber

Auch nach dem Ende der Wechselfrist lässt Manager Frank Flatten nichts unversucht.

Düsseldorf. 29 Tore in vier Bundesligaspielen. Die Statistik von HSG-Zugang Bostjan Hribar spricht für sich. Ein mäßiger Auftritt des Linkshänders gegen den VfL Gummersbach steht drei Einsätzen in sehr guter Form gegenüber.

Innerhalb kurzer Zeit ist der Slowene neben Michael Hegemann zum zentralen Mann des Handball-Bundesligisten geworden. Verständlich, dass man in der medizinischen Abteilung momentan mit Hochdruck daran arbeitet, dass Hribar nach dem Schlag gegen den Wurfarm beim Spiel gegen Lemgo am Wochenende in Flensburg wieder auflaufen kann.

Zwar hat sich der Kader des Bundesligisten durch die Verpflichtung von Hribar in der Spitze verbessert, allein Andrej Kogut als Allround-Alternative hinter dem Stamm-Trio Sulc/Hegemann/Hribar ist aber zweifelsohne zu wenig. "Wenn sich noch ein Spieler verletzt, heißt es ’Gute Nacht’", sagt Manager Frank Flatten.

Nachdem der Blitz-Transfer von Ognjen Kajganic wegen der zu spät eingetroffenen Spielgenehmigung geplatzt ist, schmerzt der Blick nach Leichlingen umso mehr. Beim abstiegsbedrohten Zweitligisten läuft derzeit nämlich Valdas Novickis zu Hochform auf. Der Litauer, den Flatten im Dezember ziehen ließ, erzielt im Schnitt 8,8 Tore pro Spiel und sammelte mit seinem 2009 noch abgeschlagenen Team im neuen Jahr 4:2 Punkte.

Der Manager trauert ihm jedoch nicht hinterher. "Valdas war für uns in der 2. Liga unentbehrlich, aber er hat den Sprung in die Bundesliga nicht geschafft", sagt Flatten. "Zum damaligen Zeitpunkt mussten wir ihn gehen lassen. Ansonsten könnte jetzt Bostjan Hribar nicht für uns auflaufen."

Im Notfall steht mindestens eine Option mit großem Potenzial im eigenen, einst hoch gelobten "Perspektivkader" bereit. David Hansen (19) gehört zu den Leistungsträgern der Zweiten und schaffte jüngst den Sprung in die deutsche Juniorenauswahl. So wie vor ihm Max Weiß und Andrej Kogut.

Doch Trainer Suton scheint Hansen die Aufgabe "Handball-Bundesliga" (noch) nicht zuzutrauen. Zumal Hansen derzeit mitten in den Abi-Vorbereitungen steckt. Und eine weitere Hoffnung hat Flatten auch noch nicht aufgegeben. Denn die zusätzlichen Sponsorengelder, die ihm eigentlich für den Kajganic-Transfer zugesagt worden waren, sind zweckbezogen und noch nicht ausgegeben.

Nach Ende der Wechselfrist stehen aber nur noch Spieler zur Diskussion, die in dieser Saison noch nicht unter Vertrag standen. "Deshalb beobachten wir gerade einen Spieler, der ein Fall für die Berufsgenossenschaft ist."